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Kriminalstatistik 2019 zeigt in Deutschland gegensätzliche Trends

Schriftzug Statistik

Auffällig an der Kriminalstatistik 2019 ist die Tatsache, dass in Deutschland die Zahl der Fälle von Angriffen auf Beamte zunehmen. In vielen anderen Bereichen sind die Zahlen rückläufig.

Die Kriminalstatistik 2019 liefert einen Beweis dafür, dass die Investitionen in die Aufrüstung der Maßnahmen zum Einbruchschutz Wirkung zeigen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche reduzierte sich von 97.504 Fällen im Jahr 2018 auf 87.145 im Jahr 2019. Das bedeutet einen Rückgang um rund 10,6 Prozent. Einen Rückgang von 3,7 Prozent gab es im Vergleichszeitraum auch bei den Fallzahlen von Diebstählen aus Büro- und Lagerräumen.

Rückläufige Zahlen auch in anderen Bereichen der Kriminalstatistik 2019

Die Aufklärung über die Vorgehensweisen ganzer Diebesbanden zeigt ebenfalls Wirkung. Im Jahr 2018 wurden noch 104.196 Fälle zur Anzeige gebracht. Im Jahr 2019 belief sich die Zahl der angezeigten Taschendiebstähle auf 94.106 Fälle. Das bedeutet einen Rückgang um rund 9,7 Prozent. Nicht ganz so stark fiel der Rückgang mit 3,9 Prozent bei Ladendiebstählen aus. Ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen schlägt mit 10,2 Prozent beim Diebstahl von Wertgegenständen aus Kraftfahrzeugen zu Buche. Auch scheinen die Menschen in Deutschland ihre Fahrräder besser gegen einen Diebstahl abzusichern. Die Zahl der Fahrraddiebstähle fiel von 292.015 Fällen im Jahr 2018 auf 277.874 Fälle im Jahr 2019. Bei der Entwicklung der Autodiebstähle zeigt die Kurve der Fallzahlen ebenfalls nach unten. Im Jahr 2019 wurden rund 6,9 Prozent weniger Kraftfahrzeuge als im Vorjahr gestohlen. Bei den Delikten Sachbeschädigung und Beleidigung blieben die Fallzahlen nahezu unverändert.

Angriffe auf die Staatsgewalt nehmen nach der Kriminalstatistik 2019 zu

Die größte Steigerung der Fallzahlen gab es 2019 mit 27,5 Prozent bei tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte und ihnen gleichgestellte Personen. Auch der Widerstand gegen die Staatsgewalt erfreut sich offenbar steigender Beliebtheit. Hier schlägt im Vergleichszeitraum ein Plus von 8,2 Prozent zu Buche. Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei der Computerkriminalität. Vom Jahr 2018 zum Jahr 2019 stieg die Zahl der bei der Polizei angezeigten Fälle im 11,3 Prozent. Das beweist allerdings auch, dass derzeit noch nicht alle Unternehmen und Haushalte ausreichend auf die IT-Sicherheit achten. Den größten Beitrag zur Computerkriminalität leistet nach den Daten aus der Kriminalstatistik 2019 mit einem Plus von 13,3 Prozent das Ausspähen und Verbreiten von Daten. Besonders stark war der Anstieg mit 22,2 Prozent beim Computerbetrug mit rechtswidrig erlangten Kreditkartendaten. Außerdem nahmen 2019 die Verstöße gegen die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes sowie des Arzneimittelgesetzes zu. Besonders drastisch fiel der Anstieg der Straftaten mit 51,6 Prozent im Zusammenhang mit der Pornografie aus. Bei der Kinderpornografie stieg die Zahl der verfolgten Straftaten 2019 im Vergleich zu 2018 um 64,6 Prozent.

Quelle: Bundeskriminalamt PKS 2019, Version 1.0