Kalifornien etabliert strenges Wasserspargesetz

Während die Länder an der Ostküste der USA im Winter 2014/2015 mehr Schnee abbekommen haben, als sie verkraften konnten, ist in großen Teilen der Sierra Nevada der Schnee auch in dieser Saison ausgeblieben. Derzeit liegen die Hänge der südlichen Teile blank im Sonnenlicht, während in früheren Jahren Anfang April durchschnittlich 1,50 Meter Schnee dort verzeichnet wurden. Es ist also absehbar, dass sich die bereits über einige Jahre hinweg bestehende Dürre in Kalifornien auch im Jahr 2015 fortsetzen wird. Nachdem sich Gouverneur Jerry Brown vor Ort einen Eindruck von der aktuellen Lage verschafft hat, kündigte er nun ein Wasserspargesetz an, das zur Einsparung von rund einem Viertel des derzeitigen Trinkwasserverbrauchs in Kalifornien führen soll.

Wasserspargesetz in Kalifornien soll Regelungen von 2014 ergänzen

Bereits im Sommer 2014 hatte Gouverneur Jerry Brown in Kalifornien ein erstes Reglement zum Umgang mit Trinkwasser verhängen müssen. Danach war die Reinigung von Bürgersteigen und Einfahrten mit dem Wasserschlauch verboten. Auch Springbrunnen dürfen seither nicht mehr mit Trinkwasser beschickt werden. Das erste Reglement zum Umgang mit Trinkwasser sah auch bereits vor, dass Grünanlagen nur im unverzichtbaren Umfang bewässert werden durften. Mit dem neuen Wasserspargesetz in Kalifornien werden diese Einschränkungen noch einmal drastisch verschärft.

Was beinhaltet das neue Wasserspargesetz in Kalifornien?

Unternehmen und Haushalte müssen sich in Kalifornien auf drastisch steigende Preise für Trinkwasser einstellen. Jerry Brown hat die lokalen Wasserversorger dazu sehr direkt aufgefordert. Wer verschwenderisch mit Trinkwasser umgeht, soll künftig mit hohen Kosten bestraft werden. Auch die Kommunen bekommen mit dem neuen Wasserspargesetz strenge Auflagen. In den Grünanlagen der Städte in Kalifornien gibt es derzeit künstlich angelegte Rasenflächen im Umfang von rund 4,6 Millionen Quadratmetern. Dort sollen die Kommunen die Bepflanzung ändern und künftig verstärkt auf Sukkulenten, Agaven und Kakteen setzen, die wesentlich weniger Bewässerung benötigen. Außerdem will Jerry Brown zur Unterstützung des Wasserspargesetzes ein Förderprogramm auf den Weg bringen. Daraus soll es Zuschüsse geben, wenn verbrauchsintensive alte Bewässerungsanlagen durch neue und sparsamere Technik ersetz werden.

Quelle: LA Times