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Jetzt blühen sie wieder überall – Die Fuchsien

Die Fuchsien gehören zweifelsohne zu den beliebtesten Balkon- und Beetpflanzen überhaupt. Fast allerorts füllen sie Balkonkästen und strahlen, oft in Konkurrenz zur Geranie, um die Wette. Fuchsien gehören dabei zu den besonders artenreichen Gattungen, die mehr als 100 Wildarten und Varietäten hervorbringen. Ursprünglich stammen sie aus den Bergwäldern in Mittel- und Südamerika, einige Arten kommen natürlicherweise auch auf Tahiti und in Neuseeland vor. Seit 1696 ist die Gattung bereits bekannt. Grund genug, uns einmal intensiver mit der Fuchsie zu befassen.

Fuchsien im Frühjahr richtig auspflanzen

Die Fuchsien werden besonders gerne auf dem Balkon genutzt, sind allerdings nicht winterhart. Wichtig beim Auspflanzen im Frühjahr ist, dass die Pflanzgefäße nicht zu groß ausfallen. Denn sonst entwickeln die Fuchsien keinen stabilen Wurzelballen. Daher sollten die Pflanzen besser häufiger umgetopft werden.

Im neuen Topf sollte die frische Erde sich mit den Fingern rund um den Wurzelballen gut andrücken lassen. Auf einen Meter Balkonkasten passen im Schnitt fünf bis sieben Pflanzen. In Ampeln können Sie drei Pflanzen setzen, sofern diese einen Mindestdurchmesser von 20 Zentimeter haben.

Damit der Pflanzenaufbau bei der Fuchsie schön buschig und dicht wird, sollten Sie diese entspitzen – am besten im Frühjahr. Dafür brechen Sie die weichen und noch nicht verholzten Triebspitzen einfach ab. An diesen Stellen sollten sich anschließend Seitentriebe entwickeln. Allerdings sorgt das Entspitzen für eine spätere Blüte, weshalb Sie dieses schon im zeitigen Frühjahr durchführen sollten.

Welchen Standort mögen Fuchsien?

Bevor Sie sich für Fuchsien auf dem Balkon entscheiden, sollten Sie natürlich auch deren idealen Standort kennen. Halbschattige und schattige Bereiche waren einst der Standort der Wahl. Dank der großen Artenvielfalt der Fuchsien können Sie diese aber auch an sonnigen Standorten einsetzen. Dafür eignen sich die traubenblütigen Fuchsien sehr gut.

Wesentlich hängt die Sonnenverträglichkeit der Blühpflanzen aber auch von der Umgebung ab, wie den Nachbarpflanzen und der Luftfeuchtigkeit, von Faktoren wie Wasserversorgung, Versorgung mit Nährstoffen und den genetischen Eigenschaften der einzelnen Sorten.  Am besten entscheiden Sie sich für einen Platz mit milder Vormittags- oder Spätnachmittagssonne, wenn Sie Fuchsien in Kübeln und Töpfen auspflanzen. Standorte mit Mittagssonne und Stauhitze sind dagegen weniger für die Fuchsien geeignet. Insbesondere der Wurzelballen der Pflanzen darf sich nicht erhitzen. Bei Pflanzgefäßen, die sich aufheizen können, ist eine zusätzliche Schattierung ratsam.

Gießen und Düngen von Fuchsien – darauf kommt es an

Fuchsien benötigen nicht zwingend sehr viel Wasser. Morgens und abends darf gegossen werden – aber nur nach Bedarf. Prüfen Sie daher vor dem Gießen, ob der Wurzelballen bereits angetrocknet ist. Ist er noch feucht, verzichten Sie lieber auf das Gießen. Im Sommer, wenn die Temperaturen sehr hoch sind und die Wetterlage insgesamt eher trocken, sollten Sie die Fuchsien zudem regelmäßig mit Wasser besprühen. Ist die Luftfeuchtigkeit nämlich zu gering, können die Knospen verkümmern und das Laub kann vorzeitig abfallen.

Wichtig ist, dass Fuchsien bei extrem hohen Temperaturen die Blätter als Verdunstungsschutz hängen lassen. Ist der Wurzelballen aber noch feucht, darf jetzt trotzdem nicht nachgegossen werden. Die Wurzeln könnten das zusätzliche Wasser nicht mehr aufnehmen. Bei einem bereits angewärmten Wurzelballen sollten Sie zudem kein kaltes Wasser zum Gießen verwenden, sondern nur wohl temperiertes Wasser.

Ebenfalls benötigen die Fuchsien regelmäßig Dünger. Sie sollten die Pflanzen von März bis August düngen, wobei sich der Flüssigdünger hier bestens bewährt hat. Achten Sie bei diesem auf eine leichte Kalibetonung und recht wenig Phosphor. Die Düngergabe sollte wöchentlich erfolgen, aber am besten auf zwei Gießvorgänge aufgeteilt. Bei großer Hitze und sehr trockener Erde sollten Sie keinen Dünger anwenden. Einmal wöchentlich sollten Sie die Fuchsien zudem ausputzen, also verblühte Knospen entfernen, abgefallene Blätter und Fruchtknoten ebenfalls. Die Blätter sollten Sie regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten kontrollieren.

Quelle: Mein schöner Garten