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Hundefutter auf dem Prüfstand bei Stiftung Warentest

Eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest zeigt auf, dass die Qualität von Hundefutter längst nicht so gut ist, wie die Hersteller das in der Werbung und ihren Produktbeschriftungen behaupten. Von den 30 getesteten Versionen von Hundefutter fiel die Hälfte der Proben durch. Nach den Auswertungen der Labore waren auch teure Marken betroffen, für die im Einzelhandel Preise von bis zu drei Euro pro Dose verlangt werden.

Was bemängelt die Stiftung Warentest beim Hundefutter?

Geprüft wurden die Arten von Hundefutter, die als so genanntes Alleinfutter deklariert werden. Sie müssten einen optimierten Mix von Fetten, Mineralien und Vitaminen aufweisen, bei dem der Tierhalter nicht mit anderen Dingen zufüttern muss. Doch genau diesen Mix wies mit acht Produkten nicht einmal ein Drittel aller getesteten Arten von Hundefutter auf. Vier der Testprodukte enthielten viel zu wenig Kalzium. Kalziummangel ist für den Hund ebenso schädlich wie für den Menschen. Morsche Knochen und eine brüchige „Kauleiste“ sind nur zwei der möglichen Folgen. Zum Hundefutter mit zu wenig Kalzium gehörte mit „Yarrah“ auch eines der vegetarischen Alleinfutter für den Hund.

Welche Defizite gibt es beim Hundefutter noch?

Vegetarisches Alleinfutter für den Hund fiel bei den Proben der Stiftung Warentest vor allem durch einen Mangel an Linolsäure und Mineralien auf. Diese Defizite zeigten sich sowohl bei den Produkten von „Yarrah“ als auch beim Hundefutter von „Biopur“. Linolsäure in ausreichenden Mengen zu erhalten, ist für die Gesunderhaltung von Haut und Fell des Hundes wichtig. Weitere Defizite wurden beim Vitamin B1 festgestellt. Andere Hersteller übertreiben es mit ihren Zusätzen im Hundefutter. Davon betroffen ist nach den Test von Stiftung Warentest die Marke „Pure Instinct“, in diesem Fall das Alleinfutter „Strong Mustang“. Dort trafen die Tester auf weit über den Grenzwerten liegende Anteile von Kadmium.

Nicht den Angaben trauen, die auf dem Hundefutter stehen

Viele Hundefreunde meinen, ihrem Vierbeiner etwas Gutes zu tun, wenn sie ihm Hundefutter kaufen, in dem nur Rentierfleisch oder Rindfleisch enthalten sind. Doch den Deklarationen als Hundefutter aus einzelnen Fleischsorten sollte man nicht trauen. Rindfleischfutter darf sich auch das Hundefutter nennen, in dem gerade einmal vier Prozent Rindfleisch enthalten sind. Genau das führt dazu, dass im Alleinfutter von „Happy Dog“ auch Anteile von günstigerem Hühner- und Schweinefleisch mit verarbeitet wurden. Beim Produkt „Bozita Rentier-Hundefutter“ fanden die Tester überhaupt keine Spur von echtem Rentierfleisch. Der Test brachte aber noch ein anderes und sehr interessantes Ergebnis. Die Hausmarken beim Hundefutter von Rewe, Kaufland, Edeka, Aldi Nord und Netto brachten es durchweg auf sehr gute Bewertungen.

Quelle: n-tv