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Geldanlagen: Die 10 neuen DAX-Unternehmen offiziell bestätigt

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Wer mit Geldanlagen im Aktienbereich Gewinne machen möchte, sollte die im DAX vorgenommenen Änderungen kennen. Sie könnten sich bei dem wichtigsten deutschen Börsenindex deutlich auf die Entwicklung der Werte auswirken.

Die Erhöhung der Anzahl der im DAX gelisteten Unternehmen wurde im Spätherbst 2020 beschlossen. Statt der bisher 30 Firmen werden es künftig die 40 bedeutendsten Unternehmen sein. Wirksam werden diese Änderungen am 20. September 2021. Inzwischen hat die Börse Frankfurt die offizielle Liste der neu aufzunehmenden Firmen veröffentlicht. Außerdem kommt eine weitere Änderung. In der Vergangenheit wurde die Zusammensetzung des DAX einmalig pro Jahr aktualisiert. Ab sofort soll das 2 x jährlich erfolgen.

Welche Firmen dürfen sich schon bald DAX-Unternehmen nennen?

Einer der Neulinge im DAX ist die Airbus SE, die im Jahr 2000 als Aktiengesellschaft gegründet wurde und seit 2015 in der Rechtsform der SE agiert. Das Unternehmen betreibt allein in Europa rund 70 Standorte (der deutsche Hauptstandort ist Hamburg) und beschäftigte weltweit zum Jahresbeginn etwas mehr als 131.000 Mitarbeiter.
Außerdem haben es Lieferdienste und Online-Händler in den erweiterten DAX geschafft. Dazu gehört der in Berlin ansässige Online-Händler Zalando, der 2008 als GmbH startete und seit 2014 als SE agiert. Die Aktien der heutigen Zalando SE können seit 2013 an der Börse Frankfurt gehandelt werden. Der auf Bekleidung, Schuhe und Kosmetik spezialisierte Versandhandel beschäftigt aktuell rund 21.000 Mitarbeiter.
Der zweite DAX-Neuling aus dem Bereich Versandhandel ist die ebenfalls in Berlin beheimatete HelloFresh SE. Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahr 2011. Seit 2017 können interessierte Anleger die Aktien der HelloFresh SE an der Börse handeln. Die Corona-Pandemie kam dem Unternehmen zugute, denn von 2019 auf 2020 konnte der erzielte Umsatz mehr als verdoppelt werden. Inzwischen ist der auf Lebensmittelboxen spezialisierte Versandhandel Arbeitgeber für rund 6.400 Beschäftigte.

Rendite aus Sportartikeln und dem Medizinbereich: Die Neulinge im DAX

Auch eine alteingesessene deutsche Firma hat die Aufnahme in den DAX geschafft. Dabei handelt es sich um das Unternehmen Puma, das aus der 1923 von den Brüdern Adolf und Rudolf Dassler gegründeten Sportschuhfabrik in Herzogenaurach hervorging. Die Aktien der heutigen Puma SE können an der Börse bereits seit 1986 gehandelt werden. Das Unternehmen bietet Jobs für knapp 14.400 Menschen.
Wer in DAX-Unternehmen aus dem Medizinbereich investieren möchte, kann sich ab dem 20. September 2021 zusätzlich für Qiagen entscheiden. Qiagen wurde 1984 gegründet und betreibt Hauptsitze im deutschen Hilden sowie im niederländischen Venlo. Das Biotechnologieunternehmen beschäftigt aktuell rund 5.900 Mitarbeiter und ist auf die Entwicklung neuer Technologien für die molekulare Diagnostik spezialisiert.

Im DAX stehen zwei weitere Medizintechnikunternehmen zur Wahl

Auch Sartorius entwickelt Bioprozesstechnologie und Labortechnologie. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Göttingen beschäftigt rund 10.600 Mitarbeiter und hat eine mehr als 150 Jahre umfassende Geschichte. Die Mehrheitseigner sind die Nachfahren der ursprünglichen Gründer. Die Siemens Healthineers AG wurde im Jahr 2017 als Tochtergesellschaft der Siemens AG gegründet und dient als Muttergesellschaft für den Geschäftsbereich Medizintechnik. Die Aktien sind seit 2018 an der Börse handelbar. Das Unternehmen gilt als bedeutender Spezialist beispielsweise für die Entwicklung von Untersuchungstechnik von der Angiographie über die Computertomographie, die Mammografie und Ultraschall bis hin zur Röntgentechnik.

Welche Unternehmen haben den Sprung in den DAX noch geschafft?

Weitere Neulinge im wichtigsten deutschen Aktienindex sind die Brenntag SE, die Porsche Automobil Holding SE und die Symrise SE. Die Brenntag gilt als weltweit bedeutendster Fachhändler für Chemikalien und Hilfsstoffe aller Art. Das 1874 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Essen beschäftigt rund 17.200 Mitarbeiter an knapp 80 Standorten. Die Porsche Automobil Holding SE entstand im Jahr 2007 als Nachfolger der Porsche AG und ist ihrerseits wiederum der bedeutendste Anteilseigner der Volkswagen AG. Sie tauschte die Aktien der Porsche AG im Gründungsjahr um. Mit der Symrise AG hält ein Hersteller von Zusatzstoffen für Lebensmittel und Kosmetik Einzug in den DAX. Die Geschichte des in Holzminden ansässigen Unternehmens begann im Jahr 2003 durch die Fusion der Haarmann & Reimer GmbH mit der Dragoco Gerbering & Co. AG. Zum Jahresende 2020 beschäftigte die Symrise AG rund 10.500 Mitarbeiter.

Quelle: Börse Frankfurt