G7-Schutzmaßnahmen haben angenehme Nebeneffekte

Insgesamt weit über 22.000 Polizeibeamte sorgen derzeit für den Schutz der Teilnehmer am G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen waren rund um Garmisch-Partenkirchen auch Grenzkontrollen eingerichtet worden. Genau dort erzielte die Polizei jetzt Erfolge, mit denen so niemand gerechnet hatte. Die Bundespolizei nutzte die Chance, um auch gleich Kriminelle und illegale Einwanderer dingfest zu machen. Von den über 200.000 kontrollierten Personen verweigerten die Sicherheitskräfte 350 Personen die Einreise. 62 Personen wurden von den Kontrolleuren an den Grenzen rund um Schloss Elmau und den G7-Gipfel festgenommen.

Welche Personengruppen fielen rund um den G7-Gipfel auf?

Bei den Grenzkontrollen zur Absicherung des G7-Gipfels konnten die Sicherheitskräfte 59 per Haftbefehl gesuchte Kriminelle festsetzen. Darüber hinaus wurden bei den Kontrollen fast 680 Menschen entdeckt, die auf den europäischen Fahndungslisten stehen. In 118 Fällen wurde bei dem Grenzkontrollen rund um den G7-Gipfel Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Noch höher ist die Zahl der festgestellten Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Dort wurden bisher 6.600 Delikte registriert. 2.100 Asylbewerber griff die Polizei bei den Grenzkontrollen ebenfalls auf und übergab die Bearbeitung dieser Falle an das Bundesamt für Migration. Positiv ist der Fakt, dass von den Sicherheitskräften bisher keine potenziellen Gewalttäter festgestellt wurden.

Wie teilen sich die Sicherheitskräfte für den G7-Gipfel auf?

Allein die Landespolizei Bayern trägt mit rund 10.000 Polizisten zur Sicherung des G7-Gipfels bei. Sie erhalten Verstärkung von etwa 7.000 Polizisten aus anderen Bundesländern. Außerdem sind rund 10.000 Beamte der Bundespolizei rund um den G7-Gipfel im Einsatz. Sie sind für die Grenzkontrollen zuständig. Etwa 1.000 Bundespolizisten bewachen den Flughafen München, wo in den nächsten Stunden die am G7-Gipfel beteiligten Staatsoberhäupter landen werden. Deren Personenschutz bei der An- und Abreise sowie in der Zeit des Aufenthalts auf Schloss Elmau übernehmen 1.800 Beamte des Bundeskriminalamts.

Quelle: n-tv