Donald Trump lenkt beim Bann von Huawei teilweise ein

Schon im Vorfeld des G20-Gipfels hatte Donald Trump ein separates Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping angekündigt. Dabei sollte auch über das Kooperationsverbot für US-Unternehmen mit Huawei diskutiert werden.

Nach dem Gespräch der beiden Staatschefs kündigte Donald Trump in einem Statement an, dass in einem ersten Schritt US-Unternehmen wieder Technik an Huawei liefern dürfen. Damit beugte er sich dem Druck zahlreicher Unternehmenschefs, die deutlich gemacht hatten, welche Umsatz- und Gewinnminderungen ihnen durch einen dauerhaften Huawei-Bann droht.

Wie geht es mit der Nutzung der US-Dienste mit Huawei-Smartphones weiter?

Dazu gab es nach dem Gespräch von Donald Trump und Xi Jinping noch keine konkreten Aussagen. Stattdessen kündigten beide Staatschefs allgemein an, die Verhandlungen über ein Ende des harten Handelskriegs zwischen den USA und China wieder aufnehmen zu wollen. Doch nach diesem ersten und schnellen Erfolg stehen die Zeichen gut, dass die US-Dienste nicht ab August 2019 für die Besitzer der Smartphones von Huawei gesperrt werden. Weil Donald Trumps erstes Entgegenkommen aus dem Druck der Wirtschaft resultierte, ist davon auszugehen, dass die Anbieter der US-Dienste ihren Druck weiter verstärken werden, um auch an dieser Stelle ein Einlenken zu bewirken. Momentan gibt es noch große Verunsicherung, was die weitere Nutzung der Google-Dienste, der Microsoft-Dienste sowie diverser Social Networks betrifft. Auch in Deutschland haben sich bereits viele Besitzer von Smartphones des chinesischen Herstellers informiert, ob und wie sie eventuell ihre erst kürzlich gekauften Geräte zurückgeben können.

Was sind die Gründe für den Huawei-Bann von Donald Trump?

In seinen Statements hatte der US-Präsident immer wieder angegeben, dass die Technik von Huawei zu Spionagezwecken missbraucht werden könnte. Gegen diese Unterstellung hatte sich der chinesische Technologieriese vehement gewehrt. Die chinesische Regierung gab in mehreren Statements an, dass der Huawei-Bann ausschließlich politische Gründe hätte, und Donald Trump damit lediglich den Aufstieg von Unternehmen aus China verhindern wolle, die den US-Unternehmen ernsthaft Konkurrenz machen könnten.

Quelle: dpa