Fußball-WM 2018 ohne Italien

Jetzt ist es amtlich: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 findet in Russland ohne italienische Beteiligung statt. Der viermalige Weltmeister verpasste die Qualifikation für die Fußball-WM 2018 nach dem 0:0 Ergebnis im Playoff-Rückspiel gegen Schweden. Das Hinspiel verlor Italien gegen Schweden mit 0:1.

Italien erst zum zweiten Mal nicht bei Fußball-WM dabei

Dabei ist es erst das zweite Mal seit 1958, dass die italienische Nationalmannschaft nicht an einer Fußball-WM teilnimmt. In Schweden dagegen ist die Freude groß, schließlich kann das Land erstmals seit 2006 wieder an der WM teilnehmen.

Beim Rückspiel zwischen Schweden und Italien hat Italien sich vor allem durch viel Rennen ausgezeichnet, während Schweden verteidigte. Nach der Pause gingen die Hausherren höhere Risiken ein, trotzdem konnte die Mannschaft von Trainer Giampiero Ventura keinen Treffer erzielen. An guten Chancen mangelte es indes nicht. Die Auslosung zur WM 2018 findet am 01. Dezember 2017 statt, Italiens Kugel wird dann aber nicht mit dabei sein.

Italien schwer enttäuscht von verpasstem WM-Einzug

Gianluigi Buffon erklärte in einem Interview, dass es ihm nicht für sich persönlich leid tue, dass Italien bei der Fußball-WM 2018 nicht dabei sein wird, sondern für die ganze Mannschaft und das gesamte Land. Der 39-Jährige weinte im Interview sogar und erklärte, dass man versuchen wolle, sich von der Niederlage zu erholen, wie man das immer schon gemacht habe.

Unmittelbar nach dem verlorenen Playoff-Rückspiel gab Buffon seinen Rücktritt aus der Squadra Azzurra bekannt. Im italienischen Fernsehen erklärte er, er sei traurig, „dass seine Nationalmannschaftskarriere so endet“. Mit dem Spiel gegen Schweden hatte Buffon bereits sein 175. Länderspiel absolviert. Der Keeper wurde in seiner langen, erfolgreichen Laufbahn 2006 Weltmeister in Deutschland und er wurde vier Mal als Welttorhüter ausgezeichnet. Lediglich in der Champions League konnte der Torhüter von Juventus Turin noch keine Erfolge verbuchen.

Vier gelbe Karten binnen 30 Minuten

Die Partie Schweden – Italien war von sehr hoher Intensität geprägt, was bereits in den ersten 30 Minuten zu vier gelben Karten führte. Eine davon ging an Emil Forsberg. Dabei hatte sich der Leipziger beim Schiedsrichter Antonio Matéu Lahoz darüber beschwert, dass der spanische Schiedsrichter nach einem Handstoß von Andrea Barzagli im Strafraum einfach weiterspielen ließ.

Verpasste Chancen für Italien gab es aber auch. Antonio Candrevas zielte in der 27. Minute auf das Tor, doch der Ball schoss über die Latte. Ciro Immobile wollte in der 40. Minute ein Tor erzielen, doch der Ball wurde kurz vor der Torlinie von einem schwedischen Verteidiger gestoppt.

Quelle: dpa