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Fans trauern um den Regisseur Wolfgang Petersen

Spooky Forest Gravestone

Der durch einige Erfolgsfilme bekannte Wolfgang Petersen ist tot. Er starb am 12. August 2022. Wir werfen einen Blick auf sein hinterlassenes Lebenswerk.

Der Tod von Wolfgang Petersen kam nicht überraschend, denn bei ihm war zuvor Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt worden. Diese Erkrankung wurde auch als Todesursache identifiziert. Der im März 1941 im deutschen Emden geborene Drehbuchautor, Produzent und Regisseur lebte zuletzt im Großraum Los Angeles. Er gehörte zu den 89 Personen, die im Jahr 2003 an der Gründung der Deutschen Filmakademie beteiligt waren.

Wolfgang Petersen entdeckte seine Liebe zum Film schon sehr früh

Der verstorbene Künstler verbrachte einen Teil seiner frühen Kindheit in Mecklenburg sowie in seinem Geburtsort Emden sowie in Hamburg. Schon während der Zeit am Hamburger Gymnasium „Johanneum“ drehte er erste Filme. Ab 1965 studierte er in Hamburg und Berlin Theaterwissenschaften und betätigte sich als Regisseur am „Ernst-Deutsch-Theater“ in Hamburg. Bereits im gleichen Jahr war Wolfgang Petersen erstmal als Regisseur für einen Fernsehfilm („Stadt auf Stelzen“) aktiv. Später folgten beispielsweise der Dokumentarfilm „Die rote Fahne“ (1968) sowie „Ich werde dich töten, Wolf“ (1971) und der Fernsehfilm „Anna und Totò“ (1972). Außerdem war Wolfgang Petersen als Regisseur für sechs Episoden der Krimiserie „Tatort“ verantwortlich.

Was waren die größten Erfolge von Wolfgang Petersen?

Einen ersten Welterfolg als Regisseur brachte Wolfgang Petersen im Jahr der Kriegsfilm „Das Boot“, bei dem unter anderem Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Jan Fedder, Uwe Ochsenknecht und Martin Semmelrogge in den Hauptrollen agierten. Der von Klaus Doldinger geschaffene Soundtrack erwies sich als Chartstürmer. Für diesen Film erhielt Wolfgang Petersen zwei Nominierungen für einen Oscar Award. 1984 folgte als zweiter Welterfolg „Die unendliche Geschichte“. Bei dieser Eichinger-Produktion arbeitete er auch am Drehbuch mit. Im zweiten Teil wurde er von George Trumbull Miller abgelöst. Der erste Teil von „Die unendliche Geschichte“ brachte ihm 1984 einen Bambi Award ein. Ebenfalls zum Lebenswerk von Wolfgang Petersen als Regisseur gehören die Filme „Air Force One“ (1997) mit Harrison Ford sowie „Der Sturm“ (2000), „Troja“ (2004) und die 2006er Neuverfilmung „Poseidon“. Sowohl für die Filme „Air Force One“ als auch „Outbreak – Lautlose Killer“ () erhielt er ebenfalls jeweils einen Bambi Award. Zudem durfte er sich 1999 und 2007 über je eine Goldene Kamera freuen.

Was umfasst das Lebenswerk von Wolfgang Petersen noch?

Sein Debüt als Produzent gab Wolfgang Petersen im Jahr 1991 mit dem Film „Tod im Spiegel“. Als Produzent war er außerdem beispielsweise an den Projekten „Air Force One“ sowie „Outbreak – Lautlose Killer“ und „Der Sturm“ beteiligt. Das gilt genauso für die Filme „Troja“ und „Poseidon“ sowie vier Episoden der TV-Serie „The Agency – Im Fadenkreuz der C.I.A.“. Drehbücher lieferte er zum Beispiel für „Die unendliche Geschichte“ (Teil 1) und den Film „Das Boot“. Außerdem gehen die Drehbücher für die „Tatort“-Folgen „Kurzschluss“ (1975) und „Reifezeugnis“ (1977) auf sein Konto. Als Schauspieler war Wolfgang Petersen nur sehr selten aktiv. Er taucht lediglich in Minirollen in „Die Stadt im Tal“ und „Die unendliche Geschichte“ auf.

Quelle: IMDb