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Erstmals seit 20 Jahren Hasenpest im Norden

Das erste Mal seit 20 Jahren ist im Norden Deutschlands, genauer im Norden Schleswig-Holsteins, bei einem toten Hasen die Hasenpest festgestellt worden. Diese Erkrankung ist auch auf den Menschen übertragbar. Das Umweltministerium, das auch für die Tierseuchenbekämpfung zuständig ist, gibt Verbrauchern folgenden Rat: Hasen, Kaninchen und andere Nager, die ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verloren haben, tot oder apathisch aufgefunden wurden, sollten keinesfalls berührt werden.

Jäger, die Hasen ohne Scheu oder Fluchtverhalten entdecken, sollen die Tiere an das Landeslabor zur Untersuchung einschicken. Das gilt ebenfalls für Tiere, bei denen auffällige Organbefunde festgestellt wurden. Bisher sind im Landeslabor in diesem Jahr bereits 13 Hasen untersucht worden, jetzt ist die gefürchtete Hasenpest erstmals festgestellt worden.

Nach Geflügelpest kommt nun die Hasenpest

Das ist für das norddeutsche Land natürlich alles andere als angenehm, war doch erst vor kurzem im vorpommerschen Heinrichswalde ein Ausbruch von Geflügelpest bekannt geworden. Mittlerweile sollen den Behörden die ersten Hinweise auf die Herkunft des H5N8-Erregers bekannt geworden sein.

Das Friedrich-Loeffler-Institut gab an, dass das Virus, welches in Vorpommern gefunden wurde, eine große Ähnlichkeit mit dem Erreger hat, der in Südkorea auftritt. Allerdings erklärte eine Sprecherin des Instituts, dass die Untersuchungen des Erbguts derzeit noch nicht abgeschlossen seien. Außerdem bleibt unklar, wie der Erreger in den Mastbetrieb gelangen konnte, in dem rund 30.000 Mastputen getötet werden mussten.

Wildvögel könnten als Auslöser in Betracht kommen, diese Möglichkeit wird aktuell untersucht. Zudem werden Tierverkehre, Waren- und Futtermittelverkehre überprüft und Befragungen durchgeführt. Im Umweltministerium heißt es weiterhin, dass für Wildvögel kein generelles Jagdverbot gelte. Allerdings müssten bei geschossenen Wildgänsen Proben genommen werden.