Erneut schweres Erdbeben in Lombok

Die Menschen auf der indonesischen Insel kommen nicht zur Ruhe. Erneut hat ein Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richter-Skala die Region Lombok erschüttert. Noch gibt es keine offiziellen Angaben zu den verursachten Schäden.

Es ist bereits das vierte schwere Erdbeben in Lombok binnen kürzester Zeit. Das Epizentrum des neuesten Bebens liegt mit rund acht Kilometern Tiefe deutlich näher an der Erdoberfläche als die Epizentren den vorherigen Beben.

Zahlen und Fakten zu den bisherigen Erdbeben in Lombok

Schon am 29. Juli 2018 wurde Lombok von einem heftigen Erdbeben mit der Stärke 6,4 auf der Richter-Skala getroffen. Am 5. August 2018 folgte das mit 6,9 stärkste Beben der aktuellen Serie. Am späten Nachmittag des 17. August 2018 schlug ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Lombok zu. In der gleichen Region gab es in den letzten Tagen außerdem Erdstöße mit Stärken von bis zu 5,4. Auch nach dem neuesten Großbeben wurden bereits Erschütterungen mit Stärken von bis zu 4,7 verzeichnet. Sie sind nicht die einzigen Aktivitäten, welche in der Region verzeichnet werden. Am 17. August 2018 wurde ein Erdbeben mit der Stärke von 6,5 rund 110 Kilometer nordwestlich von Kapungbajo registriert. Dabei lag das Epizentrum jedoch in einer Tiefe von rund 540 Kilometern.

Auch anderenorts gab es heftige Erdstöße

Im Nordosten der Fiji-Inseln gab es am 19. August 2018 Erdstöße bis zu einer Stärke von 8,2 auf der Richter-Skala. Hier lag das Epizentrum in einer Tiefe von mehr als 560 Kilometern. Hier ist vor allem die aktuell hohe Zahl der kräftigen Erdbeben von Bedeutung. Binnen sieben Tagen wurden rund zwanzig Beben mit Stärken von mehr als 4,5 aufgezeichnet. Rund um die Pazifische Platte waren weitere Regionen betroffen. Ein Beben der Stärke 6,3 wurde im Südosten von Japan registriert. Im Osten traf es Costa Rica mit Erschütterungen mit einer Intensität von 6,1. Costa Rica liegt an den Kanten einer kleinen tektonischen Platte, welche direkt an die Pazifische Platte angrenzt. An der Nordgrenze gab es am 15. August 2018 ein Erdbeben vor der Küste von Alaska. Dieses ist allerdings den Aktivitäten des Tanaga-Vulkans geschuldet. In Europa ist es dagegen vergleichsweise ruhig. Lediglich in Italien wurden in der letzten Woche drei Erdbeben mit maximalen Stärken von bis zu 5,3 auf der Richter-Skala aufgezeichnet.

Quelle: USGS