DWD warnt vor extremer Hitze in der letzten Juniwoche

In der Kalenderwoche 26/2019 könnten bundesweit einige Hitzerekorde fallen. Das geht aus den aktuellen Prognosen des DWD hervor. Die Getränkeindustrie ist nach eigenen Angaben gut darauf vorbereitet.

Nach den Prognosen des DWD werden in der kommenden Woche Hitzerekorde von 40 Grad Celsius und mehr erreicht. Bei diesen Aussichten schauen viele Menschen besorgt auf den Kalender, denn der Siebenschläfertag fällt in diese Zeit. Er ist den meisten Menschen als der 27. Juni bekannt. Doch hier gibt es Entwarnung. Durch die Kalenderreform im Jahr 1582 hat sich der Siebenschläfertag auf den 7. Juli eines jeden Jahres verschoben.

Welches Phänomen bestimmt, wie der Sommer jeweils wird?

Statistiken beweisen, dass sich das Wetter in der letzten Juniwoche und der ersten Juliwoche mit hoher Wahrscheinlichkeit für längere Zeit stabilisiert. Verantwortlich ist die jeweilige Lage des Jetstreams. Dieses in der Troposphäre angesiedelte Starkwindband bestimmt durch seine veränderliche Lage, ob das sommerliche Wetter in Europa mehr vom Azorenhochs oder von Islandtiefs beeinflusst wird. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit für die eine oder andere Variante ist, leitet sich von sogenannten NAO-Index ab. Bei einem High-Index gibt es einen verhältnismäßig kühlen und feuchten Sommer. Ein Low-Index bewirkt eine schwache Ausprägung des Islandtiefs sowie einen heißen und trockenen Sommer.

Wie sehen die Prognosen des DWD für die einzelnen Regionen aus?

Ostsachsen muss sich schon am Dienstag (25. Juni 2019) auf Temperaturen um die 36 Grad Celsius einstellen. Für Mittwoch bewegen sich die Prognosen um die 39 bis 40 Grad Celsius. Ähnlich sehen die Prognosen auch für Hessen und Nordrhein-Westfalen aus. In München werden zur Wochenmitte Höchsttemperaturen um die 35 Grad Celsius erreicht. In der Region Hannover rechnet der DWD bereits am Dienstag mit bis zu 35 Grad Celsius, am Mittwoch geht es rauf bis auf 37 Grad. Selbst die Regionen direkt an der Küste werden von der Hitzewelle nicht verschont. Das zeigt ein Blick auf die Temperaturprognosen für Hamburg. Der Spitzenwert soll dort am Dienstag mit bis zu 35 Grad Celsius erreicht werden.

Waldbrandgefahr steigt in den nächsten Tagen rasant an

Zu Beginn der letzten Juniwoche 2019 ist die Waldbrandgefahr lediglich in der Südhälfte von Bayern und in Baden-Württemberg noch niedrig. Doch das wird sich schnell ändern. Der DWD geht davon aus, dass bereits am Dienstag auch in Nordbayern die Waldbrandwarnstufe 4 ausgerufen werden muss. In Brandburg wird zeitgleich fast flächendeckend die Waldbrandwarnstufe 5 erwartet. Ansonsten droht mit Ausnahme von Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und der Südhälfte von Bayern nahezu durchgängig die Waldbrandwarnstufe 4. Wanderer sollten sich deshalb unbedingt vor Ort informieren, welche Waldgebiete überhaupt noch betreten werden dürfen.

Quelle: DWD