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Deutscher Netflix-Film im Rennen um Oscars

Auditorium of an empty movie theatre and stage

Deutschland will sich den Auslands-Oscar holen – mit der Verfilmung des Antikriegsromans „Im Westen nichts Neues“. Der Film wurde von Regisseur Edward Berger für Netflix gedreht und konnte sich in der Vorauswahl bereits gegen acht Konkurrenten durchsetzen.

2023 soll der Film schließlich den Oscar für Deutschland holen, wie eine Jury am Mittwoch in München entschied. Das geht aus einer Mitteilung von German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films hervor. Vor fast 100 Jahren habe Erich Maria Remarque „ein Buch geschrieben, das heute leider relevanter ist, als wir es erwartet haben“, so Regisseur Edward Berger. Er sprach von einer „sehr großen Ehre“, dass der Film „Im Westen nichts Neues“ nun ins Rennen um den Oscar geht.

„Im Westen nichts Neues“ hat 8 Konkurrenten ausgeschaltet

Insgesamt buhlten neun deutsche Filme um die Auszeichnung. Darunter war auch „Lieber Kurt“ von Regisseur, Produzent und Schauspieler Til Schweiger. Der Film basiert auf dem Bestseller „Kurt“ von Sarah Kuttner und erzählt die Geschichte einer jungen Patchwork-Familie. Til Schweiger selbst spielt eine der Hauptrollen.

Daneben konnte sich „Im Westen nichts Neues“ gegen „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“, „Alles in bester Ordnung“ von Natja Brunckhorst, „Der Passfälscher“ und „Alle reden übers Wetter“ durchsetzen. Ebenfalls angetreten waren die Filme „Nico“, „Wir könnten genauso gut tot sein“ und „Niemand ist bei den Kälbern“.

Deutschland holte Auslands-Oscar zuletzt vor 15 Jahren

Mit der aktuellen Wahl hat der Film aber nur eine Vorstufe im Rennen um den Auslands-Oscar gemeistert. Im Dezember wird dann eine Shortlist mit 15 internationalen Filmen bekannt gegeben. Aus dieser Shortlist werden anschließend fünf Filme ausgewählt, die für den Oscar nominiert werden. Die eigentliche Oscar-Verleihung ist für den 12.03.2023 geplant.

Im letzten Jahr schaffte es etwa Maria Schraders Film „Ich bin dein Mensch“ auf die Shortlist, doch in die Endrunde kam der Film nicht mehr. Zuletzt hatte Deutschland in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film einen Erfolg mit „Das Leben der Anderen“, einem Stasi-Drama von Florian Henckel von Donnersmarck. Allerdings liegt dieser Erfolg auch schon wieder 15 Jahre zurück.

Quelle: dpa