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Deutliche Mieterhöhungen bei Vonovia angekündigt

Plattenbau Leipzig-Grünau

Vonovia ist einer der größten Wohnungskonzerne in Deutschland, besitzt mehr als eine halbe Million Wohnungen. Nun wurden deutliche Mieterhöhungen angekündigt, mit der Begründung: „Wir können nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht“.

Der DAX-Konzern Vonovia hält deutliche Mieterhöhungen angesichts der anhaltend hohen Inflationsraten für unausweichlich. So erklärte Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch gegenüber dem Handelsblatt, „wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegt, müssen auch die Mieten künftig jährlich dementsprechend steigen“. Andernfalls würden viele Vermieter in ernsthafte Schwierigkeiten kommen.

Erste Mietpreissteigerungen von drei Prozent

Buch erklärte, „wir können nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht“. Aktuell besitzt Vonovia rund 565.000 Wohnungen, die meisten davon in Deutschland. Bereits im ersten Quartal 2022 kletterte die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter auf 7,40 Euro. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt die Mietpreiserhöhung allerdings noch deutlich unter der aktuellen Inflationsrate von rund acht Prozent.

Gleichzeitig hat Buch davor gewarnt, dass die angestrebte Ökowende bei der Energie droht, durch Vorschriften und Regularien in der Praxis abgewürgt zu werden. Derzeit müsse man die Geräte „bei rund 900 verschiedenen Netzbetreibern beantragen – und jeder hat ein anderes Formular“, hieß es von Buch im Zusammenhang mit Verfahren zur Beantragung von Wärmepumpen.

Lediglich zehn Prozent wurden genehmigt

So wurden von den Wärmepumpen, die Vonovia bereits 2021 beantragt hatte, bisher lediglich zehn Prozent genehmigt. Bei der Hälfte der beantragten Wärmepumpen steht die Antwort der Netzbetreiber noch komplett aus. Buch warnte daher davor, dass es nicht ausreiche, nur über Wärmepumpen zu reden. Man müsse sich ebenso damit beschäftigen, wie man diese schnell ans Netz bekomme.

Quelle: AFP