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Coronalage in Deutschland erfordert kreatives Vorgehen

Ampullen mit Blutproben

Die Coronalage in Deutschland wird vor allem für das Gesundheitswesen immer kritischer. Deshalb ist entschlossenes, schnelles und kreatives Handeln gefragt.

Vielerorts lässt die Entwicklung der Coronalage in Deutschland keine Verlegungen von Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser in der Nähe des eigenen Wohnorts mehr zu. Deshalb haben bereits mehrere Bundesländer das sogenannte Kleeblatt-Prinzip aktiviert. Dabei werden die Erkrankten in Krankenhäuser in benachbarten Bundesländern verlegt, sofern sich dort noch Kapazitäten finden.

Sachsen schafft auf kreative Weise zusätzliche Kapazitäten

Sachsen steht vor einer besonderen Herausforderung, weil die Lage auch in angrenzenden Bundesländern (vor allem Thüringen und Brandenburg) inzwischen kritisch ist. Dabei zeichnet sich hier ab, dass die landesweite 7-Tages-Inzidenz noch in dieser Woche auf über 1.000 steigen wird. Die Landesgesundheitsministerin Petra Köpping gab in einem Pressestatement am 23. November 2021 an, dass deshalb ab sofort auch Rehabilitationskliniken als Normalstationen für COVID-19-Patienten genutzt werden sollen. Im gesamten Bundesland Sachsen stehen 19 größere Kliniken zur Verfügung, die für eine solche Nutzung in Frage kommen. Allein die Sachsenklinik in Bad Lausick verfügt über mehr als 300 Betten. Für eventuelle Notfälle wäre das Sana-Krankenhaus (ehemals HELIOS-Klinik) in Borna schnell zu erreichen. Der Vorteil der Kurkliniken ist, dass dort bereits medizinisches Personal vorhanden ist, das lediglich aufgestockt werden muss.

Umsetzung der 3G-Regel im ÖPNV gestaltet sich schwierig

Die Deutsche Bahn will pro Tag die Fahrgäste auf rund 400 Verbindungen stichprobenartig kontrollieren. Eine vollständige Kontrolle wäre nur über eine Einschränkung des Zugangs zu allen Bahnhöfen zu realisieren. Das ist allerdings nicht überall möglich, weil sich auch größere Einkaufszentren mit Lebensmittelmärkten in den Bahnhöfen befinden. Dort darf der Zugang nicht verwehrt werden. Probleme mit den Kontrollen haben auch andere Verkehrsbetriebe, die den innerstädtischen Nahverkehr abdecken. Bei Linienbussen kann der Einstieg auf die Fahrertür beschränkt werden. Allerdings würde die vollständige Kontrolle der Zertifikate zu regelmäßigen Verspätungen führen. Bei den Straßenbahnzügen, die teilweise aus mehreren Waggons bestehen, funktioniert diese Vorgehensweise gar nicht. Die Leipziger Verkehrsbetriebe kooperieren deshalb mit dem lokalen Ordnungsamt und der Polizei, um zumindest eine hohe Zahl von Stichprobenkontrollen in den Straßenbahnen durchführen zu können.

Quelle: Gesundheitsministerium Sachsen, LVB, Deutsche Bahn