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Boxspringbetten bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat sich die derzeit heiß begehrten Boxspringbetten vorgenommen. Sie versprechen, den Luxus eines Hotelbetts ins heimische Schlafzimmer zu bringen. Dabei verzichtet man ganz bewusst auf den klassischen Lattenrost, setzt stattdessen auf einen Boxspring. Darunter versteht man einen Metallfederkern, der von Holzrahmen oder Pressspan-Rahmen umschlossen wird. Auf dem Boxspring liegt die Federkernmatratze, über die noch eine dünne Auflage, der Topper, kommt. Werden entsprechende Füße verwendet, kommt das Boxspringbett auf eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern, wodurch das Aufstehen und Hinlegen erleichtert werden soll.

Boxspringbetten fallen im Dauertest durch

Auf den ersten Blick klingt der Aufbau der Boxspringbetten sehr komfortabel. Allerdings ist er es bei weitem nicht, erklären die Tester von Stiftung Warentest. Die Matratzen sind bereits neu gekauft sehr weich. Die Kontaktfläche mit dem Körper fällt entsprechend groß aus. Das ist allerdings ungünstig, so die Experten, da der Körper so beim Schlafen stark einsinkt. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit während der Nachtruhe eingeschränkt, der Schlaf insgesamt sei weniger erholsam.

Die Hersteller der Boxspringbetten werben häufig mit unterschiedlichen Liegezonen, bei denen der menschliche Körper unterschiedlich stark einsinken soll. Im Test war der Effekt allerdings kaum zu messen, geschweige denn zu spüren.

Die Tester haben zudem einen Dauertest durchgeführt, der den achtjährigen üblichen Gebrauch der Betten simulieren soll. Das Problem der zu weichen Matratzen verschlimmerte sich dabei noch weiter. Wärme und Schweiß, die sich nachts nun einmal entwickeln, setzten den Matratzen stark zu. Bei vielen Testern bildete sich sogar eine richtige Liegekuhle, die Tester verglichen die Matratzen daher teilweise mit einer Hängematte. Wer dagegen auf Kaltschaum- oder Latexmatratzen setzt, hat dieses Problem weitaus seltener.

Boxspringbett Continental Aurea wurde Testsieger

Lediglich drei der zwölf getesteten Boxspringbetten konnten den Dauertest ohne allzu große Punktabzüge überstehen. Zu diesen gehört das Continental Aurea von Fennobed, das es immerhin auf die Note 2,6 geschafft hat und sich damit selbst als Testsieger bezeichnen darf. Allerdings schlägt es auch mit 3.300 Euro fürs Doppelbett zu Buche.

Weitere sechs Betten erreichten die „befriedigende“ Gesamtnote. Am günstigsten fiel das Smart Boxspring Luxus von Höffner mit 1.500 Euro aus. Es zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass Wärme und Schweiß ihm kaum etwas anhaben konnten. Drei der getesteten Boxspringbetten erreichen nur die Note „ausreichend“, zwei waren sogar „mangelhaft“, so die Tester. Erst ein einziges Mal konnte Stiftung Warentest ein Boxspringbett mit der Gesamtnote „gut“ bewerten. Das war 2014 als das Musterring Evolution getestet wurde. Aber auch dieses Bett ist mit 2.500 Euro nicht ganz preiswert, kann aber nach wie vor im Handel gekauft werden.

Matratzen von Direktversendern im Test

Ebenfalls hat man die Matratzen der Direktversender auf den Prüfstand gestellt. Sie sind deutlich preiswerter als die Boxspringbetten und hören auf Namen wie Eve, Bruno oder Emma. Die Anbieter werben mit perfekten Matratzen, auf denen ein Jeder gut schlafen könne. Am besten schnitt hier die Smood von Home24 ab, die die Anforderungen an eine Universalmatratze am ehesten erfüllen konnte. Die anderen getesteten Matratzen sind dagegen keine Universalmatratzen, sondern eignen sich vorwiegend für leichtere und kleinere Personen, die einen Schwerpunkt um das Becken herum ausbilden.

Größere und schwerere Menschen dagegen finden auf den Matratzen nur selten eine gute Schlafposition. Vorteilhaft ist bei den Direktversendern allerdings, dass sie ihren Kunden meist ein ein- bis dreimonatiges Probeschlafen ermöglichen. Sollte dabei kein erholsamer Schlaf zu finden sein, können sie die Matratze einfach wieder abholen lassen.

Im Test schnitt die Smood Matratze mit dem Gesamtergebnis „gut“ ab. Die Matratze Eve haben die Tester auf ein „mangelhaft“ abgestuft. Grund dafür: Sie enthält hohe Mengen des Flammschutzmittels TCPP, welches vermutlich krebserzeugend ist. Muun und Emma haben für leichte Personen einen guten Schlafkomfort geboten. Allerdings fielen sie hinsichtlich Deklaration und Handhabung durch und konnten nur ein „ausreichendes“ Ergebnis erzielen. In der Variante 90×200 Zentimeter kostet die Smood Matratze 400 Euro. Die Bodyguard von Bett1.de ist dagegen die beste Matratze, die Stiftung Warentest bisher getestet hat. Sie kostet nur 200 Euro. Im Mai 2015 stellten die Tester sie erstmals auf den Prüfstand und haben sie seither mehrfach nachgetestet. Dabei blieb das Ergebnis stets unverändert positiv.

Quelle: n-tv.de