Bill de Blasio will als US-Präsident kandidieren

In Europa läuft der Wahlkampf für die Europawahl 2019 auf Hochtouren. Inzwischen bereiten sich die ersten Kandidaten bereits auf die Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2020 vor. Dazu gehört auch Bill de Blasio.

US-Präsident Donald Trump durfte bereits im Januar 2019 das „Bergfest“ seiner Amtszeit feiern. Inzwischen bekommt er einen ersten Eindruck davon, gegen wen er sich durchsetzen muss, wenn er die Chance auf eine zweite Amtszeit haben will. Inzwischen stehen einige starke Kandidaten für die US-Präsidentenwahl auf der Liste. Am 16. Mai 2019 bestätigte auch Bill de Blasio in einem offiziellen Statement in den Studios von ABC seine Kandidatur.

Welche Chancen hat Bill de Blasio auf das Amt des US-Präsidenten?

Den notwendigen Bekanntheitsgrad bringt der Politiker mit dem Geburtsnamen Warren Wilhelm de Blasio mit, der seit 2002 nach mehreren Namensänderungen Bill de Blasio im Pass stehen hat. Die meisten Amerikaner kennen ihn als sehr engagierten Bürgermeister von New York. Bill de Blasio gelang im Jahr 2013 bei der Wahl des Bürgermeisters eine satte Mehrheit von 71 Prozent aller Stimmen. Sein Gegner war der der Republikaner Joe Lhota. Nach seinem Studium an der New Yorker Universität startete Bill de Blasio seine berufliche Karriere beim Fachbereich Jugendrecht in der Stadtverwaltung. Ab 1997 war er für den Fachbereich Wohnungswirtschaft und Stadtentwicklung in New York zuständig. Er setzte sich erfolgreich für eine Erhöhung der staatlichen Zuschüsse ein, die dem deutschen Wohngeld entsprechen. Eine wesentliche Steigerung seines Bekanntheitsgrads bescherte Bill de Blasio das Amt des New York City Public Advocate. Diese Tätigkeit ist mit den Aufgaben vergleichbar, die in Deutschland in den Zuständigkeitsbereich von Ombudsmännern fallen.

Welche politischen Ziele vertritt Bill de Blasio?

Der New Yorker Bürgermeister ist überzeugter Demokrat. Er setzt sich sehr stark für eine Verbesserung der Zugänglichkeit zur höheren Bildung ein. In seinem Wahlkampf vor der Bürgermeisterwahl 2013 plädierte er für eine verstärkte Besteuerung von Einkommen über einer halben Million Dollar pro Jahr. Die Mehreinnahmen wollte er vor allen in die Allgemeinbildung investieren. Auch die City University New York sollte eine große Zuwendung erhalten. Dass er die Bürgermeisterwahl mit einem so hohen Stimmenanteil gewinnen konnte, lag nicht zuletzt an der Unterstützung großer Gewerkschaften. Sie dürfte ihm auch beim Rennen um die endgültige Kandidatur für die Demokraten bei der Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2020 helfen. Allerdings trifft er dabei in den Reihen der Demokraten auf einige Mitbewerber, deren Stärke er nicht unterschätzen sollte.

Quelle: ABC, NY Times