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Berlin baut den ÖPNV aus – Großbestellung Straßenbahnen

Brandenburger Tor

Die Nutzer des ÖPNV in Berlin dürfen sich auf eine ganze Flotte neuer Straßenbahnen bei den Berliner Verkehrsbetrieben freuen.

Die Mitarbeiter der Bombardier-Standorte Bautzen und Görlitz werden so schnell nicht arbeitslos. Sie müssen in den nächsten Jahren mehr als 100 neue Straßenbahnen für Berlin bauen. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hervor. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 350 Millionen Euro. Mit dem Auftrag ist außerdem die Lieferung benötigter Ersatzteile über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten verbunden. Die ersten Neulinge sollen bereits im Jahr 2022 auf den Schienen in der deutschen Hauptstadt rollen.

Wer baut die neuen Straßenbahnen für Berlin?

Verantwortlich für den Bau der neuen Trams für die deutsche Hauptstadt sind die einst zur Deutsche Waggonbau AG gehörenden Werke in Görlitz und Bautzen. Die Görlitzer sind für den Wagenkastenbau zuständig. Die Endmontage der Straßenbahnen übernehmen die Mitarbeiter in Bautzen. Die Deutsche Waggonbau AG war der rechtliche Nachfolger des einstigen Kombinat Schienenfahrzeugbau und wurde im Jahr 1998 von Bombardier Transportation aufgekauft. Das Mutterunternehmen sitzt in Kanada und agiert mit dem deutschen Zweig als GmbH von Berlin aus. Zur Bombardier GmbH gehören neben Bautzen und Görlitz auch beispielsweise Produktionsstandorte in Braunschweig, Hennigsdorf, Kassel, Mannheim und Siegen.

Berlin will mehr Fahrgäste in den ÖPNV locken

Dafür wurde das Liniennetz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 kräftig ausgebaut. Schon am 4. Dezember ging die neue Strecke zwischen dem Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz in Betrieb. Allerdings hält die Bahn noch nicht an der Haltestelle Museumsinsel. Dieser Zwischenstopp soll die Linie ab dem Sommer 2021 vervollständigen. Beim Fahrplanwechsel haben die Berliner Verkehrsbetriebe auch an die im Medizinwesen tätigen Beschäftigten gedacht. Verbesserungen gibt es vor allem für die Mitarbeiter der Unfallkrankenhauses Berlin. Sie können seit dem 13. Dezember 2020 mit der Nachtbuslinie N96 im 30-Minuten-Takt den Arbeitsweg und Heimweg komfortabel absolvieren. Bewohner der Stadtbezirke Wilhelmstadt, Haselhorst und Spandau profitieren von der neuen Buslinie M36. Außerdem wurde mit dem Fahrplanwechsel die Trasse der Linie 147 verlängert. Wer sich über einen anderen Klang der Ansagen in einigen Bussen und Bahnen wundert, liegt richtig, denn die BVB haben eine neue Sprecherin engagiert. Die Stimme von Philippa Jarke können sich Interessenten auf der Homepage der Berliner Verkehrsbetriebe anhören.

Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe