Bahnverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden unterbrochen

In einer offiziellen Pressemeldung bestätigte die Deutsche Bahn, dass der Zugverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden vorübergehend komplett lahmgelegt wurde. Allerdings legt sich die Deutsche Bahn in der Pressemeldung nicht fest, wie lange die Unterbrechung notwendig ist. Alle aus dem Süden kommenden Linienführungen enden derzeit in Rastatt und alle aus dem Norden kommenden Züge in Baden-Baden. Zwischen den beiden Städten wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Alternativ können die Fahrgäste ihre bereits gelösten Tickets ohne Aufpreis auch auf weiträumigen Umgehungsstrecken nutzen. Der Grund dafür ist, dass es durch die Sperrung der Strecke zu mehrstündigen Verspätungen kommen kann. Wer Tickets neu löst und Umgehungsstrecken nutzt, kann sich die dadurch entstehenden Mehrkosten von der Deutschen Bahn erstatten lassen.

Welche Ursachen sind für die Sperrung des Bahnverkehrs verantwortlich?

Die Deutsche Bahn selbst spricht von einer „schwerwiegenden Streckenstörung“, gibt aber keine genauen Ursachen an. An verschiedenen Stellen finden sich jedoch Hinweise, dass es Probleme im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Rastatter Tunnel gibt. Dort sollen sich die über dem Tunnelbau liegenden Gleise deutlich sichtbar nach unten verschoben haben. Offenbar scheint das beim Bau des Tunnels eingesetzte Kühlverfahren nicht so zu funktionieren, wie sich das die Planer vorgestellt hatten. Das legt der örtliche Zusammenhang zwischen den eingesunkenen Gleisen und dem aktuellen Standort der für den Tunnelbau eingesetzten Maschine nahe. Mit dem nach Fertigstellung mehr als vier Kilometer langen Rastatter Tunnel soll sich die Reisezeit zwischen Karlsruhe und Basel um etwa eine halbe Stunde verkürzen.

Schwarzwaldbahn und Rheintalbahn von der Sperrung betroffen

Wer mit dem TGV nach Frankreich reisen oder von Frankreich nach Deutschland fahren möchte, muss sich auf eine Umleitung über Mannheim und Metz einstellen. Straßburg kann während der Zeit der Sperrung der Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden nicht bedient werden. Außerdem werden zahlreiche Verbindungen der Rheintalbahn und der Schwarzwaldbahn von der Sperrung in Mitleidenschaft gezogen. Nach einem anfänglichen Chaos, welches sogar den Einsatz von Hotelzügen der Deutschen Bahn erforderlich machte, beruhigte sich die Situation am 13. August 2017 wieder, nachdem die Bahn ihre Ersatzfahrpläne veröffentlicht und den Schienenersatzverkehr optimiert hatte.

Quelle: bahn.de, Stuttgarter Nachrichten