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Ausbildungsabbruch wird zum Problem | Alltagsmagazin.de

Ausbildungsabbruch wird zum Problem

In Deutschland bricht mittlerweile jeder vierte Azubi seine Ausbildung vorzeitig ab. 2016 sind alleine 150.000 Lehrlinge vorzeitig aus ihrem Ausbildungsvertrag ausgestiegen. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. Besonders stark betroffen sind davon Berufsgruppen, wie Köche, Friseure und Restaurantfachkräfte.

75 Prozent der Lehrlinge halten Ausbildung durch

Drei von vier Lehrlingen halten ihre Berufsausbildung durch, ein Viertel bricht sie jedoch ab. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ jetzt berichtet, ist damit die Abbrecherquote in der Berufsausbildung so hoch, wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Entwurf für den Berufsbildungsbericht 2018, der vom Bundesbildungsministerium jährlich im April vorgelegt wird.

Gastronomische Berufe besonders stark von vorzeitigem Ausbildungsende betroffen

Laut den aktuellen Daten sind Berufe, wie der des Kochs, der Restaurantfachkraft und des Friseurs besonders stark vom vorzeitigen Abbruch betroffen. Fast jeder zweite Auszubildende schmeißt seine Ausbildung vor Erreichen der Abschlussprüfung hin. 2016 sind insgesamt 146.000 Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst worden, der Anteil der abgebrochenen Ausbildungen liegt damit bei 25,8 Prozent. Zuletzt waren Quoten zwischen 20 und 25 Prozent Anfang der 1990er Jahre üblich.

Der höchste Anteil an Abbrechern ist bei Sicherheitsfachkräften mit 50,6 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die geringste Abbruchquote verzeichneten mit 4,1 Prozent die Berufe für Fachangestellte in der Verwaltung.

Elke Hanack, Vizechefin vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sieht einen klaren Trend: Wo die Bezahlung besonders gering ausfällt, sind die Abbrecherquoten in der Berufsausbildung am höchsten. Schließlich kommen auch viele Azubis mit der oft kargen Vergütung schon nicht über die Runden. Deshalb forderte Hanack die Regierung auf, die geplante Mindestvergütung für Auszubildende so schnell wie möglich einzuführen. Neben der zu geringen Vergütung sind aber auch nicht planbare Arbeitszeiten, Arbeit am Wochenende und an Feiertagen und eine zu geringe Ausbildungsqualität häufige Gründe für den vorzeitigen Abbruch der Ausbildung.

Quelle: dpa