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Auf Sylt ist ein Blauhai angespült worden

Auf der Insel Sylt wurde ein seltener Blauhai angespült. Spaziergänger haben den Kadaver des Tieres bereits am Mittwochabend am Strand von Rantum entdeckt. Das Tier misst insgesamt 2,25 Meter in der Länge. Im Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum (ITAW) soll der Blauhai genauer untersucht werden, erklärte jetzt Christof Goetze von der Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer.

Blauhai nur selten in der Nordsee

Der Blauhai gilt in dieser Jahreszeit als extrem seltener Besucher der Nordsee. Wie ein anderer Mitarbeiter der Schutzstation der „Sylter Rundschau“ gegenüber erklärte, konnte man es anfangs gar nicht glauben, dass es sich um einen echten Blauhai handeln sollte. Die Erkenntnis traf die Mitarbeiter erst, als sie Fotos von dem Tier sahen.

Bei dem aktuell gefundenen Tier soll es sich um ein junges Männchen handeln, das man nach dem Fund vermessen und anschließend abtransportiert habe. Die Blauhaie gehören zu den Hochseebewohnern. Sie können eine Länge bis zu dreieinhalb Metern erreichen. In gemäßigten und tropischen Meeresgebieten kommen sie gleichermaßen vor. Wie Goetze weiter erklärte, können Blauhaie dem Menschen grundsätzlich gefährlich werden, gelten aber im Allgemeinen nicht als angriffslustig. Unklar blieb zunächst, warum der Blauhai ins Wattenmeer schwamm. Allerdings haben erste ITAW-Angaben gezeigt, dass sich das Tier in einem sehr schlechten Ernährungszustand befand.

War der Blauhai krank?

Außerdem hat man mehrere Parasiten in verschiedenen Organen des Blauhais entdeckt. Hinzu kamen diverse Blutungen. Diese Untersuchungsergebnisse lassen auf Entzündungen, wenn nicht sogar eine Blutvergiftung schließen. Wie die Experten bekanntgaben, könnte das Tier am Strand sogar noch gelebt haben, worauf der Sand schließen lässt, der sehr weit in den Körper des Blauhais eingedrungen sei. Es stehen allerdings noch weitere Untersuchungen aus, von denen man sich zusätzliche Ergebnisse verspricht.

Quelle: dpa