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Aschenbrödel zurück auf Schloss Moritzburg

Von Dezember 1972 bis März 1973 entstand der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in Zusammenarbeit von DDR und ESSR. Die Filmszenen entstanden zum Teil in den Außenbereichen von Schloss Moritzburg bei Dresden. Von 2009 bis 2013 wurden bereits vier winterliche Sonderausstellungen rund um Aschenbrödel auf dem Schloss veranstaltet und lockten 600.000 Besucher an. Jetzt ist es wieder soweit und nach zweijähriger Pause geht die Sonderausstellung auf Schloss Moritzburg in die fünfte Runde.

Was gibt es in Aschenbrödel-Ausstellung auf Schloss Moritzburg zu sehen?

Insgesamt hatten die Kuratoren eine halbe Million Euro zur Verfügung. Auf 450 Quadratmeter Ausstellungsfläche können sich Besucher über den Kultfilm informieren. Man habe zwei Jahre lang intensiv recherchiert und auch zahlreiche Hintergrundinfos zum einstigen Dreh beschaffen können, berichtet Kurator Steffen Retzlaff stolz.

Die Besucher können einen Rundgang durch insgesamt zehn Räume unternehmen. Den Start bildet ein edles Kino-Foyer im Stil der 1970er Jahre. Die visuelle Kassiererin begrüßt die Gäste und klärt darüber auf, dass die Außenaufnahmen eigentlich im Sommer gedreht werden sollten. Für die Innenaufnahmen hatte man die Babelsberger Filmstudios ausgewählt. Allerdings waren die im Sommer ausgebucht, so dass man auf den Winter ausweichen musste. Während das in den Filmstudios Babelsberg kein Problem war, musste die Filmcrew auf Schloss Moritzburg frieren. Insgesamt drei Tage lang musste man einzelne Räume des Schlosses komplett durchheizen, damit die Crew sich in den Drehpausen wieder aufwärmen konnte.

Aschenbrödel-Ausstellung auf Schloss Moritzburg für Kinder

Sollte tatsächlich jemand den DDR-Kultfilm noch nicht gesehen haben, erhält er in einem 90-Sekunden-Trickfilm eine kurze Zusammenfassung. Zudem gibt es ein Modell der Burg Schwihau im Maßstab 1:75 zu entdecken. Diese bildete einen der Drehorte in Böhmen. Auch das Filmteam ist bei dem Modell mit enthalten.

In einem Mini-Kinosaal erhalten die Besucher Auskunft über alle Drehorte. Dessen Vorraum ist mit einer Galerie der damaligen Schauspieler geschmückt. Außerdem können fünf Originalkostüme aus dem Film sowie vier nachgeschneiderte Kostüme bestaunt werden. Eines der Originale stammt dabei aus dem Prager Filmstudio Barrandov.

Der Nachwuchs darf sich über Mitmachaktionen freuen. Ein Wald mit echten Fichtenbäumen bildet den Dachboden der Eule Rosalie nach. Die Dachkammer, in der Aschenbrödel Erbsen und Linsen sortieren musste, wurde ebenfalls nachgebildet. Hier ist auch die erste von drei Stationen, an denen der Nachwuchs eine Haselnuss in Form eines Rätsels knacken kann.

Die Aschenbrödel-Ausstellung auf Schloss Moritzburg startet am 07.11.2015 und wird bis 28.02.2016 jeweils Dienstag bis Sonntag von zehn bis 18 Uhr ihre Pforten öffnen. Damit ist sie das ideale Ausflugsziel für Familien in den kalten Wintermonaten.

Quelle: Freie Presse