Amazon-Streiks ab 13.03.2015

Amazon und Verdi können sich im Tarifstreit nicht einigen. Nun droht die Gewerkschaft mit neuen Streiks, die noch vor Ostern stattfinden könnten. Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied bei Verdi, erklärte, dass Amazon von seinen Mitarbeitern stets Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft erwarte, ihnen aber den Schutz durch Tarifverträge verweigere. Um dem Unternehmen zu zeigen, dass Verlässlichkeit und Sicherheit im Alltag von großer Bedeutung sind, plant die Gewerkschaft, noch vor Ostern variable Streiks auszurufen.

Vor Ostern könne es daher immer wieder und an fast allen Standorten zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die Amazon-Kunden sollten sich daher auf entsprechend verlängerte Lieferzeiten einstellen. Die Streiks könnten auch sehr kurzfristig ausgerufen werden, wie Nutzenberger weiter erklärt.

Worum geht es im Tarifstreit bei Amazon?

Verdi will bei Amazon einen Tarifvertrag durchsetzen, der die Konditionen aus dem Einzel- und Versandhandel beinhaltet. Amazon weigert sich derzeit aber vehement, überhaupt einen Tarifvertrag für den Standort Deutschland auszuhandeln. Die Verhandlungen und immer wieder auftretenden Streiks halten seit März 2013 an.

Erster Amazon-Streik am 13. März 2015

Bereits am heutigen Freitag soll bei Amazon Leipzig der erste Streik starten. Pünktlich zum Beginn der Leipziger Buchmesse wolle man mit der neuen Streikwelle beginnen. Auch für die nächste Woche sind Arbeitsniederlegungen an verschiedenen Standorten geplant, wie Verdi-Mitglied Stefan Najda der Zeitung „Die Welt“ gegenüber erklärte. Er wies die Kunden des Onlinehändlers darauf hin, ihre Ware, die bis Ostern bei ihnen soll, rechtzeitig zu bestellen. Auch ein Umstieg auf alternative Anbieter sei sinnvoll, so Najda weiter.

Von einer Amazon-Sprecherin hieß es, dass die Waren pünktlich ankommen werden, trotz Streikdrohungen. Schließlich habe es auch bei den Streiks vor Weihnachten keine Beschwerden seitens der Kunden gegeben.

Quelle: Zeit