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Alarmstufe „Rot“ am Great Barrier Reef

Die höchste Alarmstufe wird von den Umweltschutzbehörden am Great Barrier Reef nur dann verhängt, wenn eine örtlich erhebliche Korallenbleiche beobachtet wird. Genau das ist aktuell der Fall. Vor allem an der Nordseite des Korallenriffs sind bereits knapp die Hälfte der Korallen abgestorben. Als wichtigste Ursache für das Korallensterben haben die australischen Behörden die momentan überdurchschnittlich hohen Wassertemperaturen ausgemacht. Doch den Korallen am Great Barrier Reef drohen noch andere Gefahren. So vermehren sich dort beispielsweise die Dornenkronen-Seesterne, bei denen Korallen zur Nahrung gehören. Außerdem setzen überdurchschnittlich viele Algen sowie die Folgen der Verschmutzung der Weltmeere sowie die Beanspruchung durch Wirbelstürme den Korallen heftig zu.

Viele Korallen fallen dem Hitzestress zum Opfer

Am Great Barrier Reef sind über Monate hinweg zu hohe Wassertemperaturen beobachtet worden. Das wurde nicht zuletzt von dem in dieser Saison besonders intensiven El Nino verursacht. Natürlich machen sich hier auch die Folgen des Klimawandels bemerkbar, für die der Mensch mit seinem hohen Kohlendioxidausstoß verantwortlich ist. Außerdem sorgt der Mensch durch die intensive Düngung der Felder dafür, dass mit dem abfließenden Regenwasser Nährstoffe in die Ozeane gespült werden, die wiederum die Vermehrung der Dornenkronen-Seesterne begünstigen. Genau da will die australische Marineparkbehörde mit der Ausrufung der höchsten Alarmstufe kontrollieren und reduzieren.

Wie reagieren Umweltschützer auf die Lage am Great Barrier Reef?

Inzwischen haben sich auch Greenpeace und der WWF zu Wort gemeldet. Shani Tager von Greenpeace sprach in einem Interview wörtlich von einem „verheerenden Bild“. Greg Hunt, der australische Umweltminister, betonte in seinem Statement, dass die aktuellen Schäden am Great Barrier Reef nicht ganz so schlimm sind, wie das beim Korallensterben in den Jahren 2002 und 1998 der Fall war. Auch Richard Leck vom World Wildlife Fonds (WWF) betonte, dass es für die Korallen am Great Barrier Reef eine Chance für eine Erholung gibt. Als dafür notwendige Maßnahmen benannte er einen beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien sowie strengere Umweltauflagen für die Landwirtschaft.

Quelle: Tagesschau