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Aktienfonds werden als Geldanlage wieder interessant

Ein „Superzyklus an den Börsen“ titelte die Zeitung „Die Welt“ dieser Tage. Er könnte den Anlegern satte Gewinne bescheren, wenn sie die dafür notwendige Geduld beim Halten ihrer Geldanlagen aufbringen. Und diese kann durchaus über eine komplette Dekade hinweg notwendig werden. So lange soll der „Superzyklus“ nach Meinung der Experten anhalten. Abgeleitet wurde dieser Trend aus der Tatsache, dass der DAX als wichtigster deutscher Aktienindex Mitte Juni 2014 die 10.000er Marke überschritten hat.

Welche Gewinne erwarten die Börsianer bei diesem Superzyklus?

Insider gehen aktuell davon aus, dass der DAX in den nächsten zehn Jahren sehr deutlich steigen dürfte. Einige Analysten sind der Meinung, dass dabei sowohl die Grenze von 20.000 Zählern als auch die 30.000er Marke übersprungen werden könnten. Zu diesen Insidern gehört Guido Lingnau, der in Berlin als Vermögensverwalter tätig ist. Als Ursachen für einen solchen Trend sehen die Finanzmarktanalysten die derzeit stark auf Innovationen ausgerichteten Pläne der deutschen Unternehmen. Hinzu kommen politische Veränderungen in der Europäischen Union und der gesamten Welt, die eine weitere Globalisierung der Absatzmärkte forcieren.

Gab es einen solchen Superzyklus schon einmal?

Ein Blick auf die Geschichte des Börsenhandels beweist, dass es bereits mehrere solcher Superzyklen gegeben hat. Eine sehr lang anhaltende Phase des DAX-Aufschwungs gab es in den letzten beiden Jahrzehnten vor der Jahrtausendwende. Dieser Superzyklus wurde von der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 beendet. Zuvor durften sich die Börsenhändler, die auf den DAX gesetzt und den Mut zum Durchhalten hatten über ein Plus von 7.500 Punkten freuen. Zwar dauerte es eine Weile, bis sich die Kurse nach der Krise wieder erholten, aber jetzt trägt vor allem die Nachfrage aus den so genannten Schwellenländern zur Stabilisierung und Steigerung bei.

Fazit: Bei Geldanlagen sehr langfristig denken

Wer seine Geldanlagen über die Börse tätigen möchte, sollte sich am Tipp von Guido Lingnau orientieren: Er bezieht in seine Anlagestrategien auch demografische Entwicklungen mit ein. Eine ähnliche Meinung hat übrigens Hans-Jörg Naumer, der Chefstratege bei Allians Global Investors. Er sieht vor allem die Ausmaße der gerade bewältigten Krise als Indikator für einen steilen und langfristigen Aufwärtstrend an den Börsen an. Als Begründung dafür verweist er auf die so genannten Kondratieff-Wellen, nach denen die Wirtschaft einem ständigen Auf und Ab unterworfen ist. Der Kleinanleger hat gerade jetzt über Fondanlagen die Chance, einen Teil der dadurch möglichen Gewinne mit zu kassieren, wenn er bereit ist, sein Vermögen über zehn Jahre und länger zu investieren.