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Barclays fährt dramatischen Sparkurs

Die Barclays PLC ist eine britische Aktiengesellschaft, deren Ursprünge bis an das Ende des 17. Jahrhunderts reichen. Die Barclays Bank gehört zu den Großbanken, die als wichtig für das globale Finanzsystem eingeschätzt werden. Noch im Jahr 2011 gehörte Barclays zu den wichtigsten Unternehmen der Welt. Nun muss auch hier der Rotstift angesetzt werden.

Barclays baut massiv Stellen ab

Ursprünglich hatte Barclays angekündigt, bis 2016 rund 12.000 Stellen zu streichen. Nun wurde die Anzahl der in den nächsten Jahren wegfallenden Stellen auf 19.000 korrigiert. Der größte Teil der Mitarbeiter wird noch in diesem Jahr die Kündigung bekommen. Allein im Bereich des Investmentbankings werden rund 7.000 Stellen gestrichen. Mit den Stellenstreichungen möchte Antony Jenkins, der Vorstandschef von Barclays, das Verlustrisiko in diesem Geschäftszweig eindämpfen. Dass das notwendig wird, war bereits nach der globalen Finanzkrise absehbar.

Interne „Bad Bank“ soll Barclays stabilisieren

Einst hatte das Investmentbanking dem Bankhaus gigantische Gewinne beschert. Inzwischen hat sich die Lage so dramatisch verändert, dass Barclays eigens dafür eine interne „Bad Bank“ gründen muss, um die drohenden Verluste in überschaubaren Grenzen zu halten. Diese Vorgehensweise ist nicht neu, denn bei der Deutschen Bank wurde sie ebenfalls schon angewendet. In die neue „Bad Bank“ sollen riskante Positionen mit einem Volumen von rund 90 Milliarden Pfund verschoben werden.

Barclays bleibt eingeschränkt international

Privatkunden aus Portugal, Frankreich, Italien und Spanien haben künftig bei der Barclays Bank keine Chance mehr. Vorstandschef Antony Jenkins hält sogar einen Verkauf des Privatkundengeschäfts in diesen Ländern für möglich. Privatkunden aus den anderen europäischen Ländern werden sich künftig mit der internen „Bad Bank“ arrangieren müssen.