ADAC warnt vor Gefahren bei Zweiradfahrten in Asien

Bei Zweiradfahrten in Asien gibt es überdurchschnittlich viele Unfälle. Das geht aus einer aktuellen Pressemeldung des ADAC hervor.

Nach den Statistiken der ADAC-Versicherung machten Unfälle bei Zweiradfahrten in Asien mehr als ein Viertel der Unfallopfer aus, die in Asien vom Ambulanzservice des ADAC betreut werden mussten. Die Ursachen sind vielfältiger Natur.

Welche Hauptprobleme benennt der ADAC bei Zweiradfahrten in Asien?

Viele Urlauber erleiden Unfälle mit Zweirädern in Asien, weil sie die Schwierigkeiten bei der Umstellung auf den Linksverkehr unterschätzen. Hinzu kommen die oft chaotischen Bedingungen auf den Straßen. Sie entstehen durch eine chronische Überlastung und häufig unklare Verkehrsregeln. Außerdem ist es in Asien üblich, ständig die Hupe zu benutzen. Diese Geräuschkulisse wirkt sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit der Fahrzeugführer aus, die das nicht gewohnt sind. Außerdem trägt der schlechte Zustand vieler Straßen zu einer hohen Zahl von Unfällen mit Zweirädern in Asien bei. Viele Rollerfahrer stürzen, weil sie keine Erfahrung mit dem Fahren auf sandigen oder mit Rollsplitt und Kieselsteinen übersäten Straßen haben. Bei der Dämmerung und in der Nacht kommen noch die Defizite hinsichtlich der Straßenbeleuchtung hinzu. Außerdem gibt es zahlreiche Verletzungen, weil viele Rollerverleiher auf das Angebot eines Schutzhelms verzichten. Dadurch können auch vermeintlich harmlose Stürze zu heftigen Kopfverletzungen führen. Dass dies die Hauptprobleme sind, macht die Tatsache deutlich, dass nur ein kleiner Bruchteil der vom ADAC betreuten Unfallopfer ihre Verletzungen durch das Verschulden anderer Verkehrsteilnehmer erlitten haben.

Was sollten Urlauber beim Mieten von Rollern in Asien beachten?

Einige Rollervermietungen prüfen den technischen Zustand der Roller leider nicht kontinuierlich. Wer einen Roller mietet, muss deshalb den technischen Zustand vor Ort (möglichst auf einem Parkplatz und nicht auf der Straße im fließenden Verkehr) prüfen und gegebenenfalls reklamieren. Urlauber sollten nur zu Rollervermietungen gehen, bei denen sie auch einen Schutzhelm ausleihen können. Außerdem müssen sie auf angemessene Kleidung achten, die ihnen im Falle eines Sturzes Schutz bietet. Das heißt, sie sollten sich der in Asien bei den Einheimischen üblichen Praxis des Fahrens mit Schlappen und kurzen Hosen nicht anschließen. Zusätzlich empfiehlt der ADAC, sich schon vor Reiseantritt mit den nationalen Verkehrsregeln im Urlaubsland zu beschäftigen, und Roller nur dort zu mieten, wo vernünftige Versicherungen rund um die Leihe angeboten werden. Außerdem betonen die ADAC-Experten die Notwendigkeit einer Reisekrankenversicherung.

Quelle: ADAC