Üblicherweise steigen zu Beginn der Sommerferien in Deutschland nicht nur die Kraftstoffpreise an den Tankstellen, sondern auch bei den
Wie ändert sich die Luftverkehrssteuer ab Juli 2026?
Je nach Länge der zu absolvierenden Flugstrecke reduziert der Kabinettsbeschluss der Bundesregierung die Luftverkehrssteuer pro Passagier ab dem vollendeten 2. Lebensjahr zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro. Das heißt konkret, dass ab Juli 2026 auf der Kurzstrecke ein Betrag von 13,03 Euro statt der bisherigen 15,53 Euro erhoben wird. Bei Mittelstreckenflügen verringert sich die Luftverkehrssteuer von den bisherigen 39,34 Euro auf 33,01 Euro. Für Langstreckenflüge wird eine Luftverkehrssteuer von 59,43 Euro erhoben. Bisher lag dieser Anteil am Ticketpreis bei 70,83 Euro. Das damit verbundene Ziel der Bundesregierung liegt parallel in einer Stärkung der für Deutschland wichtigen Luftverkehrsbranche und der Hoffnung, dass damit zumindest ein Teil der aus Steigerungen der Kerosinkosten stammenden Preiserhöhungen neutralisiert wird. Allerdings sieht der Beschluss keinen Zwang für die Airlines vor, die aus der Reduzierung der Luftverkehrssteuer resultierenden Kostensenkungen in vollem Umfang an die Passagiere weiterzugeben.
Daten und Fakten rund um die Luftverkehrssteuer
Die Luftverkehrssteuer wird auch als Ticketsteuer bezeichnet, weil sie pro Person erhoben wird. Weltweit gab es eine solche Abgabe im vergangenen Jahr in mehr als 50 Ländern. In Deutschland ist diese Abgabe seit dem Jahr 2011 bundesweit einheitlich geregelt. Die Höhe dieser Steuer lässt sich auf der Basis des Paragrafen 11 des Luftverkehrsteuergesetzes (kurz LuftVStG) zusammen mit den Angaben der Anlagen 1 und 2 der gleichen Rechtsnorm ermitteln. Für den Bund bedeutet diese Abgabe eine erhebliche Einnahmequelle. Im Jahr 2018 flossen so rund 1,2 Milliarden Euro in die Staatskasse. Dabei machten knapp die Hälfte Abgaben auf genutzte Flugtickets der Distanzklasse 1 aus.
Quelle: Bundesregierung, LuftVStG

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