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Solarbranche in Deutschland: Produktionszahlen weiter rückläufig

Solar power station in the autumn nature in a rural area.

Deutsche Hersteller von Photovoltaikmodulen leiden unter der wachsenden Konkurrenz aus dem Ausland. Das zeigen aktuelle Zahlen.

In Deutschland zeigte sich in jüngster Zeit ein widersprüchliches Bild bezüglich der Nutzung und Inbetriebnahme sowie der Statistik der Produktion von Solaranlagen. Immer mehr Gelder von Investoren fließen in Solarmodule aus dem Ausland, während zeitgleich die Produktionszahlen in Deutschland massiv eingebrochen sind und dadurch wertvolle Arbeitsplätze verloren gingen und gehen. Ursache ist der steigende Konkurrenzdruck durch niedrigere Preise der Photovoltaikmodule aus dem Ausland.

Wie umfangreich sind die Einbrüche bei der heimischen Produktion von Solaranlagen?

Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts liegen für die Zeit von Januar bis September 2025 vor. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres lagen die Produktionszahlen für Photovoltaikmodule um 60,6 Prozent niedriger. Gerade einmal rund 509.200 Stück verließen im Betrachtungszeitraum des Jahres 2025 die Werke in Deutschland, während es im Vorjahr noch rund 1,5 Millionen Stück waren. Damit setzte sich ein Trend fort, denn auch 2024 sank das Produktionsvolumen im Vergleich zu 2023 bereits um 56,2 Prozent. Das wirkt sich natürlich auch auf die Import-Export-Bilanz von Modulen für Solaranlagen zur Stromerzeugung aus. Zuletzt wurden Anlagen mit einem Wert von rund 358 Millionen Euro exportiert und Photovoltaiksysteme mit einem Wert von rund 1,8 Milliarden Euro importiert. Mit einem Anteil von circa 88 Prozent sicherte sich China in der Liste der bedeutendsten Herkunftsländer der Importe den Spitzenplatz.

Volumen der Stromproduktion in Solaranlagen angestiegen

Die Anzahl der installierten Photovoltaikanlagen ist im Verlaufe des vergangenen Jahres um rund 800.000 Stück auf fast 4,8 Millionen Photovoltaiksysteme zum Jahresende 2025 angestiegen. Das entspricht einem Plus von etwa 17,5 Prozent. Die Nennleistung der installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus der Sonnenstrahlung stieg von rund 95.000 Megawatt zum Jahresende 2024 auf rund 106.200 Megawatt zum Jahresende 2025. Daraus errechnet sich ein Plus von 11,8 Prozent bei der installierten Leistung. In diesen Zahlen sind allerdings die sogenannten „Balkonkraftwerke“ aufgrund ihrer geringen Leistung nicht berücksichtigt. Sie sind inzwischen sehr beliebt, weil sie eine geringe Investition erfordern und vor allem die Kosten des eigenen Stromverbrauchs senken.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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