Zoo Leipzig wird für Ausflüge noch lukrativer

Wie Info-TV-Leipzig mitteilt, soll der ohnehin in den letzten Jahren kräftig modernisierte und ausgebaute Leipziger Zoo für Besucher künftig noch interessanter werden. Derzeit wird im Rahmen des „Masterplan 2020“ kräftig an der neuen Bärenburg gebaut. Aber auch die Afrikasavanne soll Zuwachs bekommen. Dort entsteht nach den aktuellen Plänen eine Anlage, wo ein naturnaher Lebensbereich für Nashörner, Husarenaffen und Geparden geschaffen werden soll. Der Abschluss der aktuellen Baumaßnahmen im Zoo Leipzig ist für das Jahr 2015 geplant. Beeinträchtigungen der Öffnungszeiten wird es durch den Ausbau nicht geben. Das teilte Zoo-Direktor Dr. Jörg Junhold im Rahmen einer Baubegehung am 17. November 2014 mit.

Der Zoo Leipzig ist und bleibt ein Publikumsmagnet

Der Leipziger Zoo ist nicht „nur“ ein zoologischer Garten in klassischen Sinne. Er ist auch zu einer kulturellen Begegnungsstätte geworden, wie die Freiluftaufführung des „Dschungelbuchs“ im Sommer 2014 beweist. Einer der größten Vorteile beim Zoo Leipzig besteht darin, dass seine mittlerweile 26 Hektar Fläche direkt ans Stadtzentrum angrenzen und vom Hauptbahnhof aus auch gut zu Fuß erreichbar sind. Seine Geschichte reicht bereits bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, denn er wurde 1878 – kurioserweise auf die Initiative eines Leipziger Gastwirts – gegründet. Gastwirt Ernst Pinkert pflegte damals bereits eine enge Kooperation mit Carl Hagenbeck und lockte seine Gäste durch die Präsentation von lebenden exotischen Tieren. Nach dem Tod von Ernst Pinkert wurde der Zoo Leipzig von Johannes Gebbing übernommen. Diesem Tierfreund ist beispielsweise der Bau des Aquariums zu verdanken.

Für den Zoo Leipzig gab es einige interessante Ideen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet der Zoo Leipzig in wirtschaftliche Bedrängnis. Rund 770.000 Mark an Schulden hatten sich gesammelt. An eine Behebung der Schäden des I. Weltkriegs war nicht zu denken, bis die Stadt selbst den Zoo übernahm. Die Stadtväter kamen auf die Idee, ihre Tiere und auch den Zoodirektor an die Filmstudios zu verleihen. So konnten zusätzliche Einnahmen generiert und der Zoo davon instand gesetzt werden. Sogar eine Erweiterung wurde aus diesen Einnahmen in der Zeit von 1920 bis 1935 möglich. Zu den Erweiterungen im Leipziger Zoo gehörte auch das 1926 eröffnete Planetarium. Dieses wurde allerdings im II. Weltkrieg zerstört.

In den Leipziger Zoo fließen gigantische Investitionssummen

Der Zoo Leipzig gehörte zu den ersten Tiergärten in Deutschland, die nach Kriegsende wieder Besucher aufs Gelände ließen. 1976 bekam der Zoo Leipzig mit dem „Zooschaufenster“ am Rosental eine ganz besondere Attraktion. Im Jahr 2000 fasste die Stadtverwaltung Leipzig den Beschluss, den stadteigenen Tiergarten zum „Zoo der Zukunft“ zu machen. Seitdem wurden gigantische Summen in den Umbau und die Modernisierung zahlreicher Anlagen gesteckt. Bis zu Jahr 2020 sollen noch einmal mehr als 56 Millionen Euro in weitere Umbaumaßnahmen fließen, bei denen vor allem die Schaffung naturnaher Lebensräume für die gezeigten Tierarten im Vordergrund stehen.