Weihnachtstraditionen in Asien

Auch in Asien feiert man natürlich Weihnachten, allerdings sind die Bräuche noch recht jung, da das Christentum auf dem asiatischen Kontinent noch nicht allzu lange beheimatet ist. In China und Taiwan findet man nur selten Feierlichkeiten rund um die Weihnachtszeit. Die Weihnachtstage sind normale Schul- und Arbeitstage und auch Weihnachtsmänner, -bäume und Lichterketten sucht man hier oft vergeblich.

Trotzdem gibt es erste Familien, die das Weihnachtsfest feiern, einen künstlichen Tannenbaum aufstellen und die wenigen, christlichen Kirchen besuchen. Die Geschenke gibt es dann am 25. Dezember und sie werden in den aufgehängten Socken verstaut.

Weihnachten in Indien

In Indien machen die 24 Millionen Christen nur eine Minderheit an der Gesamtbevölkerung von mehr als einer Milliarde Menschen aus. Dennoch gilt der 24. Dezember, der „bada din“, als großer und wichtiger Tag. Weihnachten ist in Indien offizieller Feiertag, was sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Kolonialzeit zurückführen lässt. Christen besuchen an diesem Tag die Mitternachtsmesse in der Kirche und feiern Weihnachten zu Hause mit Gesang und Tanz.

Typisch sind bunt geschmückte Häuser. Die heimischen Mango-, Bananenbäume und Palmen werden als Ersatz für den klassischen Weihnachtsbaum festlich geschmückt. Die Geschenke werden vor allem den Kindern gemacht. Kleine Präsente oder etwas Geld gibt es aber auch für die Angestellten im Haushalt oder Unternehmen. Typischer Brauch ist es außerdem, dem Familienoberhaupt eine Zitrone zu schenken. Sie soll die Verehrung und den Respekt vor dem Familienoberhaupt symbolisieren und im nächsten Jahr Glück und Erfolg für die Familie bringen.

Weihnachten in Japan und auf den Philippinen

In Japan gilt Weihnachten nicht als offizieller Feiertag, dennoch sind die Japaner den westlichen Traditionen gegenüber aufgeschlossen. Weihnachtsdekorationen und künstliche Tannenbäume sind fast überall zu finden. Geschenke werden an den Partner und innerhalb der Familie verteilt. Die Geschenke selbst bringt der „Hoteiesho“.

Auf den Philippinen beginnt das Weihnachtsfest dagegen schon am 16. Dezember. Von diesem Tag an bis zum Heiligen Abend besuchen die Menschen jeden Abend eine Weihnachtsmesse in der Kirche. Die eigentlichen Weihnachtsfeiern beginnen nach der Mitternachtsmesse am 24. Dezember. In dieser Nacht wird noch ein Festmahl aufgetischt, das aus Frühlingsrollen, Fisch, Schinken, Obst und Nudelgerichten besteht. Am 25. Dezember steht die Bescherung der Großeltern für die Kinder an und tags darauf ist es an der Zeit, die eigenen Verwandten zu besuchen.

Quelle: news4kids