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Was haben Terry Gilliam und Monty Python gemeinsam?

Konfetti

Am 22. November 2020 vollendet Terry Gilliam sein 80. Lebensjahr. Wir nehmen das zum Anlass, das Multitalent des TV- und Filmbusiness vorzustellen.

Der in vielen Bereichen erfolgreiche Künstler Terry Gilliam erblickte im US-Bundesstaat Minnesota das Licht der Welt. Dort verbrachte er auch die ersten 12 Jahre seiner Kindheit. Danach zogen seine Eltern nach Los Angeles um, wo sich Gilliam für ein Studium der Politikwissenschaften am Occidental College einschrieb. Seine Optik in der Studentenzeit sorgte für mehrere unangenehme Begegnungen mit der Polizei, die beim ihm zu einer enormen Wut auf das System führten. Aus Angst, diese Wut nicht unter Kontrolle zu haben, zog Gilliam in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre nach Großbritannien um. Er kehrte jedoch später in die USA zurück und erhielt im Jahr 2006 erneut die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Wie begann die erfolgreiche Karriere von Terry Gilliam?

Schon während des Studiums wurde Terry Gilliam zu einem treuen Leser des Magazins „Mad“. Herausgeber des Magazins war der Cartoonist Harvey Kurtzman. Von seinem Style ließ sich Gilliam inspirieren. Der von seinen Freunden „Captain Chaos“ genannte Comiczeichner kam beim Projekt „Do Not Adjust Your Set“ mit John Cleese in Kontakt. Cleese wiederum kannte Graham Chapman und Eric Idle durch sein Studium an der Cambridge University. Zusammen mit Michael Palin und Terry Jones starteten sie im Jahr 1969 eine Kooperation, aus der das TV-Projekt „Monty Python’s Flying Circus“ hervorging. In den 1970er Jahren entstanden mehrere Kinofilme, von denen „Das Leben des Brian“ die meiste Beachtung fand. Nach einer Unterbrechung von 1983 bis 1989 gilt als Datum der endgültigen Auflösung der 20. Juli 2014. Terry Gilliam hatte sich parallel zur Mitwirkung bei Monty Python bereits erfolgreich eine Solokarriere aufgebaut.

Terry Gilliam nach der Zeit bei Monty Python

Den ersten Film ohne seine Kollegen produzierte Terry Gilliam unter dem Titel „Brazil“ bereits im Jahr 1985. Drei Jahre später lieferte er das Drehbuch zu „Die Abenteuer des Baron Münchhausen“, der vom Erfolg jedoch hinter den Erwartungen der Macher zurückblieb. Zu einem seiner größten Erfolge entwickelte sich der Film „12 Monkeys“ aus dem Jahr 1995. Bei dem Sci-Fi-Projekt für Universal führte Terry Gilliams Regie. Als Regisseur beaufsichtigte Terry Gilliam beispielsweise auch „König der Fischer“ (1991), „Brothers Grimm“ (2005) und „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ (2009). Sein bisher letztes Werk als Regisseur war „The Man Who Killed Don Quixote“ im Jahr 2018. Parallel arbeitet der zeitweise Wahlbrite gelegentlich als Schauspieler. Beispiele dafür sind „Der Ritter der Kokosnuss“ (1975), „Spione wie wir“ (1985), „9 mois ferme“ und „Zufällig allmächtig“ (2015). Im Jahr 1986 erhielt Terry Gilliam eine Oscar-Nominierung für „Brazil“ und 1992 eine Nominierung für einen Golden Globe für „König der Fischer“. 2009 räumte er einen BAFTA Award und 2012 einen Felix Award für sein bisheriges Lebenswerk ab.

Quelle: IMDb, Box Office, BAFTA, BBC