Verheerende Waldbrände in Portugal, Land unter in Japan

Verheerende Waldbrände in Portugal, Land unter in Japan

Derzeit belegen unzählige Ereignisse, wie wichtig die schnelle Umsetzung aller angedachten Klimaschutzmaßnahmen ist. Der Umfang der wetterbedingten Schäden nimmt sichtlich zu. Das zeigen aktuell Waldbrände in Portugal und Überschwemmungen in Japan.

Auf Europa rollt von Westen her eine kräftige Hitzewelle zu. Sie wird die Lage bei den Waldbränden in Portugal weiter verschärfen. Die Wetterdienste kündigen stellenweise bis zu 44 Grad Celsius an. Davon betroffen sind vor allem einige Regionen in Frankreich und Spanien. Aber auch die anderen Länder in West- und Mitteleuropa müssen sich auf eine Hitzewelle einstellen, auf welche die Bezeichnung „Hundstage“ völlig zutrifft. Die aktuellen Strömungsfilme belegen, dass sie auch so schnell nicht zu Ende gehen wird.

Wie ist die aktuelle Lage bei den Waldbränden in Portugal?

Die derzeit heftigsten Waldbrände der Saison in Portugal brachten am 20. Juli 2019 aus. Am Sonntag wurde die Zahl der vor Ort im Einsatz befindlichen Löschkräfte von 700 am Samstag auf 1.000 aufgestockt. Doch auch diese Zahl betrachten viele Betroffene als nicht ausreichend. Zu den Kritikern des Personalaufgebots zählte sich auch Ricardo Aires, der als Bürgermeister für Vila de Rei tätig ist. Dort waren am Sonntag noch keine Erfolge bei der Eindämmung der Waldbrände zu berichten. Auch in den nächsten Tagen sieht es nicht nach einer schnellen Entspannung der Lage aus. Die Temperaturen vor Ort werden nach den Prognosen der Wetterdienste weiter steigen. Hinzu kommt Trockenheit. Das heißt, der von den lodernden Waldbränden ausgehende Funkenflug wird immer gefährlicher. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass in der brennenden Region starker Wind herrscht. Genau diese Kombination hatte zum Jahresende 2018 in Kalifornien zu verheerenden Waldbränden geführt, die wochenlang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Japan versinkt in sintflutartigen Regenfällen

Was in Portugal fehlt, bekam Japan am Wochenende im Übermaß. Verantwortlich für die immensen Regenmengen ist der Zyklon „Danas“. In den Regionen Goto und Tsushima fielen hundert Liter Regen pro Quadratmeter binnen einer Stunde. Andere Regionen bekamen mehrere Hundert Liter Regen binnen 24 Stunden ab. Spitzenreiter war nach den Angaben der Japan Meteorological Agency am Sonntag Shinkamigoto mit knapp 350 Litern pro Quadratmeter. Ihre Prognosen hatten schon am 20. Juli 2019 dafür gesorgt, dass in mehreren Regionen Japans die höchste der möglichen Warnstufen in Kraft gesetzt wurde. Die fünfte Warnstufe wurde in Japan erst im Mai 2019 eingeführt. Sie geht immer auch mit vorsorglichen Evakuierungen einher. Sie wurden im Zusammenhang mit dem Landfall des Zyklons „Danas“ vor allem in den Provinzen Hiroshima und Fukuoka verhängt. Noch ist die Gefahr in Japan nicht vorbei, denn nach den Regenmassen drohen massive Überschwemmungen entlang zahlreicher Flüsse.

Quelle: Japan Metereological Agency, ARD