Utahs Naturschutzgebiete werden verkleinert

Zwei Naturschutzgebiete in Utah sollen nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump um über 5.000 Quadratkilometer verkleinert werden. Die Flächen stehen dann nicht mehr unter Schutz und sollen für Einheimische zum Wandern und Jagen freigegeben werden. Die Kritik an Trumps Plänen ist entsprechend groß.

Steckt Fracking hinter Trumps Plänen?

Kritiker gehen davon aus, dass Trump allein wirtschaftliche Interessen mit seinem Vorhaben vertritt. So sollen Bohrungen nach Bodenschätzen durchgeführt werden und das umstrittene Fracking. In einer Mitteilung der führenden demokratischen Politiker hieß es, man dürfe der Regierung unter Trump „nicht erlauben, den Schutz zurückzufahren, der über ein Jahrhundert aufgebaut wurde“.

So wird laut Trumps Plänen das National Monument „Bears Ears“ 85 Prozent seiner Fläche einbüßen. Um etwa 50 Prozent verkleinert werden soll das „Grand Staircase – Escalante“. Beide National Monuments waren einst von demokratischen Präsidenten unter Schutz gestellt worden, das „Bears Ears“ erst Ende letzten Jahres von Ex-Präsident Barack Obama. Das „Grand Staircase – Escalante“ hatte Bill Clinton 1996 unter Schutz gestellt. Allerdings wählt die Bevölkerung des streng religiösen Bundesstaats Utah mehrheitlich republikanisch.

Utahs Einwohner auf Trumps Seite

Präsident Trump macht sich dies zunutze und erklärte, dass die Einwohner Utahs selbst am besten wüssten, was gut für ihr Land ist. Sie könnten dies besser beurteilen, als die Bürokraten im fernen Washington. Kritik hagelt es dagegen von den Umweltschützern. Schließlich sei der Naturschutz entscheidend, um die Region vor dem zu intensiven Bergbau und der Suche nach Bodenschätzen zu schützen. Diese seien nämlich mit erheblichen negativen Einflüssen auf Umwelt und Landschaft verbunden. In den USA zählen die Regionen um die beiden National Monuments zu den eindrucksvollsten Landschaften.

Rechtliche Schritte gegen Trumps Entscheidung wurden bereits von zahlreichen Organisationen angekündigt. Auch Stämme der Navajo-Indianer, also der Ureinwohner der Gegend, zählen zu den Kritikern an den Plänen, die von Innenminister Ryan Zinke vorbereitet wurden. Die Indianer fürchten vor allem um die für sie heiligen Stätten.

Quelle: dpa