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USA: 30 Tage Einreisestopp für Europäer – außer Briten

American flag waving for USA

US-Präsident Donald Trump galt bisher oft als zu zögerlich im Umgang mit der Corona-Pandemie. Jetzt will er gleich richtig hart durchgreifen und hat einen Einreisestopp für Europäer in die USA verhängt. Ausgenommen davon sind die Briten.

Mit diesen Maßnahmen will US-Präsident Donald Trump die weitere Ausbreitung des gefürchteten und die Nachrichtenlage bestimmenden Coronavirus in den USA eindämmen. In einer Ansprache an die Nation im Weißen Haus erklärte Trump, dass die Maßnahme bereits am Freitag um Mitternacht Ortszeit in Kraft treten sollte. Das ist 4:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Samstag.

Trump kritisiert EU im Kampf gegen Corona

In seiner Ansprache kritisierte Trump außerdem die EU. Sie habe nicht dieselben Schutzmaßnahmen wie die USA ergriffen und die Reisen von China nach Europa nicht früh genug gestoppt. Ende Januar hatte der US-Präsident bereits einen Einreisestopp für ausländische Reisende verfügt, die innerhalb der letzten 14 Tage in China gewesen waren – denn dort, genauer in der Stadt Wuhan, war der Beginn der Corona-Krise. Ende Februar folgte eine ähnliche Einschränkung, wenn die Reisenden sich in den letzten 14 Tagen im Iran aufgehalten hatten. Außerdem hat man die Reisehinweise für betroffene Landesteile in Italien und Südkorea verschärft.

Am Mittwoch erklärte Trump bei einem Treffen mit Chefs von Banken, dass die Krise rund um das Coronavirus in China und Asien langsam abflaue. Doch in Europa ist die Pandemie zumindest in einigen Ländern noch ganz am Anfang. Bei dem Treffen hieß es, dass „Europa ein einzigartiges Problem“ darstelle, weil es zumindest im Schengen-Raum grenzüberschreitende Bewegungsfreiheit gebe.

USA beklagt bereits 37 Corona-Tote

Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten in den USA, geht davon aus, dass sich das Virus auch dort weiter ausbreiten wird. Er rief die Menschen dazu auf, ihr Verhalten anzupassen.

In den USA sind laut offiziellen Angaben bereits mindestens 37 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Insgesamt 1.100 Menschen sind laut einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore bereits infiziert. Allerdings dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen. Denn bisher wurden laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC erst 11.000 Menschen überhaupt auf das Virus getestet.

Aktuell verhandelt Trumps Regierung über Maßnahmen, mit denen man die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus eindämmen kann. Am Mittwoch sind die US-Börsen jedoch erneut eingebrochen. Bereits am Montag hatte Trump angekündigt, mit dem Kongress über Lohnsteuererleichterungen sowie Kredite für Kleinunternehmen zu sprechen. Auch Menschen, die nach Stundenlohn bezahlt werden und keinerlei Gehalt im Krankheitsausfall bekommen, sollen Hilfen erhalten. Ebenso plane man Gespräche mit den Fluggesellschaften, der Hotelindustrie und den Kreuzfahrtveranstaltern.

Quelle: dpa