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MAN plant massiven Stellenabbau

Dalton Highway in Alaska

Die VW-Tochter MAN plant einen massiven Stellenabbau. Vor allem ein Werk in Österreich sowie Bayern könnten davon betroffen sein.

Die Nachfrage nach LKW sinkt, die Klimaschutzvorgaben steigen. Der Lastwagenbauer MAN, der zum Volkswagen-Konzern gehört, steht unter Druck. Ein Sechstel der Arbeitsplätze soll deshalb jetzt abgebaut werden, firmenweit sind das rund 6.000 Stellen, wie aus einem Bericht vom „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise hervorgeht. Die Zahl soll dem Betriebsrat vom Vorstand mitgeteilt worden sein.

Verwaltungsstellen bei MAN besonders betroffen?

Den Stellenabbau will das Unternehmen über Abfindungen und Fluktuation realisieren. Joachim Drees, MAN-Unternehmenschef, hatte bereits Anfang der Woche angekündigt, vor allem in der Verwaltung massiv Stellen abzubauen. Genauere Details hatte er bis dato allerdings noch nicht genannt.

Aktuell verhandelten Betriebsrat und Vorstand darüber, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Weltweit beschäftigt die MAN Truck und Bus SE rund 36.000 Mitarbeiter, den größten Teil davon (21.000 Mitarbeiter) in Bayern.

Wie aus dem „Handelsblatt“-Bericht weiter hervorgeht, könnte etwa das österreichische Werk in Steyr geschlossen werden. Dort werden leichte und mittelschwere LKW produziert, deren Herstellung könne man nach Deutschland und Polen verlagern.

LKW-Nachfrage sinkt

MAN gehört zusammen mit dem schwedischen LKW-Bauer Scania zur VW-Tochter Traton. Erst kürzlich wurde die Modellpalette erneuert. Allerdings sinkt die LKW-Nachfrage in Europa, wodurch der Handlungsdruck erhöht werde. Für das laufende Jahr rechnet Drees mit zehn bis 20 Prozent Nachfrage-Rückgang. Außerdem müssen die LKW-Bauer auch immer strengere CO2-Vorgaben einhalten, da sonst Strafen von der EU drohen.

MAN hat zwar die Kosten in den letzten Jahren schon deutlich gesenkt, so Drees, dennoch seien weitere Maßnahmen nötig. Das Unternehmen müsse eine deutlich bessere Profitabilität erreichen, um die hohen Investitionen für den Konzernumbau stemmen zu können.

Quelle: Reuters