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Türsicherung gegen Einbrüche: Warum versagen so viele Produkte?

Immer mehr Einbrüche werden in Deutschland gezählt. Um die eigene Sicherheit zu erhöhen, rüsten viele Verbraucher nach. Extra Schlösser und Riegel für die Haus- und Wohnungstüren sollen das Sicherheitsgefühl erhöhen. Wie Stiftung Warentest jetzt aber mit minutenschnellen Einbruchsversuchen aufzeigte, versagen viele Produkte in der Praxis. Das muss aber nicht zwangsweise am Produkt selbst liegen, sondern kann ebenso an der falschen Auswahl liegen.

Jede zweite Einbruchsicherung versagt

Wie aus dem Test von Stiftung Warentest, nachlesbar in „test“-Ausgabe 02/2016, hervorgeht, versagte jede zweite Form der Einbruchsicherung. Aus den Stichproben ging ebenfalls hervor, dass Einbrecher vor allem dann leichtes Spiel haben, wenn Schlösser und Riegel nicht zur Tür passen oder nicht ganz korrekt installiert wurden. Insgesamt 15 Produkte stellte Stiftung Warentest auf den Prüfstand, die sich in vier große Kategorien einteilen ließen:

  • Querriegelschlösser
  • Stangenschlösser
  • Kastenzusatzschlösser
  • Bandsicherungen

Neun der getesteten Produkte schafften es gerade mal auf die Note „mangelhaft“. Insbesondere die Kastenzusatzschlösser versagten im Test, nicht eines kam über die Note „mangelhaft“ hinaus.

Tür und Türsicherung müssen aufeinander abgestimmt sein

Wie die Tester nach der Stichprobe erklärten, sei für einen zuverlässigen Einbruchsschutz eine optimale Abstimmung von Tür und Türsicherung notwendig. Der Querriegel bringe an einer normalen Tür durchaus ein Plus an Sicherheit, an einer zweiflügeligen Tür im Altbau müsse man dagegen mit Stangenschloss und Bandsicherung arbeiten. An der Röhrenspantür kann dagegen überhaupt kein Riegel helfen, hier muss eine Verstärkung mit Metall- und Holzplatten eingesetzt werden.

Wie die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes anrät, sollten vor der Installation einbruchshemmender Schlösser die Türen selbst überprüft werden. Die Konstruktion muss ausreichend widerstandsfähig sein. Nur dann können die Zusatzhilfen überhaupt korrekt installiert werden. Im Zweifel helfen auch die kostenlosen Beratungsstellen der Polizei zum Einbruchsschutz weiter.

Installation von einbruchhemmenden Schlössern ist schwierig

Stiftung Warentest fand zudem heraus, dass bei falscher Montage der Zusatzsicherung Einbrecher teils binnen Sekunden durch die Tür kommen können. Betrachtet man sich die im Handel angebotenen Lösungen jedoch genauer, so zeigt sich schnell, dass die wichtigen Hinweise zur Montage auf der Produktverpackung fehlen. Diese Anleitungen sollten von Käufern aber als wichtiges Kaufkriterium herangezogen werden, so die Polizeiliche Kriminalprävention. Gerade in den technischen Unterlagen sollte auch ausführlich beschrieben sein, für welche Arten und Türen sich Zusatzschlösser oder Riegel eignen. Noch besser wäre es natürlich, die fachgerechte Montage dem Profi zu überlassen.

Im Test schnitten nur wenige Produkte mit ordentlichen Ergebnissen ab. Dazu gehörten das Querriegelschloss PR2700 von Abus, der Sicherheits-Balkenriegel SRB von Econ und das Stangenschloss VSBR für Geh-Flügel von Econ. Bei den Bandsicherungen überzeugten die Modelle Abus TAS 112 und Ikon 9M08.

Quelle: Focus