Terence Hill Brücke in Worms

Die Stadt Worms will eine Fußgängerbrücke nach dem Filmstar Terence Hill benennen. Damit tritt Hill in die Fußstapfen von Bud Spencer, dessen Namen sogar ein ganzes Freibad erhielt. Terence Hill hat seine Anwesenheit zur feierlichen Eröffnung bereits zugesagt.

Terence Hill zeigte sich sichtlich überrascht, als er von der geplanten Namensgebung erstmals hörte. Er soll damals gesagt haben: „Ist es wirklich wahr, dass ihr einer Brücke meinen Namen gegeben habt?“ Natürlich komme er aber gerne zur feierlichen Eröffnung am . Zu dieser Zeit stellt Hill in Worms auch seinen neuen Film „Mein Name ist Somebody“ vor.

Terence Hill Brücke – wie kam man zu dem Namen?

Wie aber kam es zur Umbenennung der Brücke, die schon fast zwei Jahre in Betrieb ist? Sie wurde eigentlich nach ihrem Stifter Karl Kübel benannt. Allerdings hat der Wormser Künstler Peter Englert sie im Scherz einmal „Terence Hill Brücke“ genannt und seither hat sich der Name in Worms eingebürgert. Künftig soll die Fußgängerbrücke dann „Karl-Kübel-Terence-Hill-Brücke“ heißen, so Oberbürgermeister Michael Kissel der „Wormser Zeitung“ gegenüber.

Mit der Brücke, die ihm gewidmet ist, tritt Terence Hill in die Fußstapfen seines langjährigen Filmpartners Bud Spencer. 2011 hatte die Stadt Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart ihm ein ganzes Freibad gewidmet. Grund dafür: Der Schauspieler, der eigentlich Carlo Pedersoli hieß, soll hier 1951 bei einem Länderwettkampf für die 100 Meter Freistil ins Wasser gegangen sein. Der damals 82-jährige Schauspieler hatte bei der Zeremonie davon gesprochen, dass er „Schwäbisch Gmünd liebe“. Vier Jahre später ist Bud Spencer mit 86 Jahren gestorben.

Terence Hill – ein Überblick

Terence Hill heißt bürgerlich übrigens Mario Girotti. Er wurde am 29. März 1939 in Venedig geboren und hat durch seine Mutter Hildegard Thieme aus Dresden sogar deutsche Wurzeln. Bereits 1943 zog die Familie zurück nach Dresden, 1947 ging es wieder nach Italien.

Schauspielerisch begann Terence Hill seine Karriere schon sehr frühzeitig. Anfangs waren es eher kleinere Rollen, später folgten die beliebten Karl May Filme. Noch als Mario Girotti durfte er in „Winnetou II“ Lt. Robert Merril spielen und die große Liebe Winnetous, Ribanna, heiraten. Es folgten drei weitere Karl May Filme und 1966 „Die Nibelungen“. Ein Jahr später wechselte er das Genre und sattelte um auf Italowestern.

Für den Film „Gott vergibt…Django nie!“ sollte Mario Girotti 1967 seinen Namen ändern. Er erhielt dafür eine Liste mit 20 Namen und bekam 24 Stunden Zeit, sich zu entscheiden. Seine Wahl fiel auf Terence Hill, unter anderem deshalb, weil er dieselben Initialen, wie der Name seiner Mutter hatte. Bei diesen Dreharbeiten lernte er auch seine Frau Lori Zwicklbauer kennen, die als Dialogtrainerin arbeitete. Nach nur zwei Monaten hat das Paar geheiratet. Im Laufe der Jahre folgten zahllose erfolgreiche Filme, oft genug zusammen mit Bud Spencer, darunter etwa „Die rechte und die linke Hand des Teufels“, „Vier Fäuste für ein Halleluja“ „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“, „Das Krokodil und sein Nilpferd“ oder „Zwei bärenstarke Typen“, um nur einige zu nennen.

Quelle: dpa, imdb