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Teilnahme an der „Deo-Challenge“ kann tödlich enden!

Stay alert concept

In den sozialen Medien kursieren Video von einer „Deo-Challenge“. Sie birgt unkalkulierbare Risiken. Deshalb wird davor offiziell gewarnt.

Immer wieder starten Nutzer/-innen von Social Networks neue Challenges. Besonders bekannt wurde im Sommer 2014 die „ALS Ice Bucket Challenge“. Auch sie ging mit gesundheitlichen Risiken einher, die aber bei Weitem nicht so groß waren wie die Gefahren der „Deo-Challenge“. Sie haben das Bundesinstitut für Risikobewertung (kurz BfR) auf den Plan gerufen. Von dort gab es gerade eben eine nachdrückliche Warnung vor der Teilnahme an dieser Challenge.

Welche Risiken schätzt das BfR bei der „Deo-Challenge“ ein?

Die Challenge macht derzeit in zwei gleichermaßen kritischen Varianten die Runde. Eine Variante fordert die Teilnehmer/-innen dazu auf, den Nebel aus einer Deo-Sprühdose einzuatmen. Die darin enthaltenen Stoffe sowie die unmittelbare Abkühlung des Mund- und Rachenraums inklusive des Kehlkopfs und der Luftröhre auf bis zu minus 30 Grad Celsius können binnen weniger Sekunden zu einer Atemlähmung führen, die wiederum einen Herzstillstand und eine Bewusstlosigkeit herbeiführt. Erhalten die Betroffenen keine schnelle medizinische Hilfe, kommt es zum Tod aufgrund von Sauerstoffmangel. In den Social Networks gibt es nach den Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits Hinweise auf erste Todesfälle durch diese Variante der „Deo-Challenge“. Deshalb spricht das BfR in der offiziellen Mitteilung auch wörtlich von „lebensbedrohlichen Aktionen“.

Zweite Variante der „Deo-Challenge“ ist ebenfalls gefährlich!

Bei der zweiten Variante geht es darum, sich das Deo so lange wie möglich auf eine Hautstelle zu sprühen. Auch diese Version der „Deo-Challenge“ geht mit Risiken für schwere und dauerhafte Gesundheitsschäden einher und sollte deshalb unterlassen werden! An den besprühten Stellen entstehen sogenannte Kälteverbrennungen, durch welche die Zellen der Haut und des Bindegewebes absterben. Dabei werden auch die dort vorhandenen Schmerzrezeptoren zerstört. Das geschieht binnen kürzester Zeit und führt wiederum dazu, dass weiter gesprüht wird, obwohl bereits eine Gewebeschädigung vorliegt. Im schlimmsten Fall können als medizinische Maßnahmen sogar Haut- und Bindegewebstransplantationen erforderlich sein.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

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