TeamViewer: Zahlreiche Nutzer berichten von Sperrungen

Derzeit gibt es Meldungen von vielen Nutzern, dass sie die Software TeamViewer wegen einer Sperrung nicht mehr verwenden können. Die Gründe dafür finden sich in den Nutzungsbedingungen der Anbieter.

Die Software TeamViewer wird in verschiedenen Varianten angeboten. Eine rein private Nutzung ist kostenfrei möglich. Für eine gewerbliche Nutzung müssen die Anwender eine Lizenz erwerben. Genau diese Unterschiede sind für die zahlreichen Sperrungen verantwortlich.

TeamViewer wertet im Hintergrund das Nutzerverhalten aus

Wer an dieser Stelle auf den Datenschutz verweist, liegt falsch. Mit der Installation und der Nutzung von TeamViewer stimmen die Anwender einer solchen Auswertung zu. Darauf wird in den AGB ausdrücklich verwiesen und diese müssen vor dem ersten Start akzeptiert werden. Die Anbieter der Software für eine komfortable Fernwartung von Computersystemen wertet dafür nicht die Inhalte der Aktionen aus. Vielmehr läuft im Background eine Statistik. Sie ermittelt einerseits die Häufigkeit der Nutzung. Andererseits prüft das Statistik-Tool, auf welche Anzahl der von der Software für jeden beteiligten Rechner vergebenen IDs die Nutzer zugreifen. Übersteigt die Intensität der Nutzung bestimmte Grenzwerte, vermuten die Anbieter von TeamViewer eine kommerzielle Verwendung. Daraufhin erfolgt eine Sperrung mit dem Hinweis „Kommerzielle Nutzung festgestellt“. Ist diese Vermutung falsch, bleibt den Betroffenen lediglich der Weg über einen Antrag auf eine individuelle Prüfung. Allerdings steht dieser Antrag nur in englischer Sprache zur Verfügung. Außerdem beschweren sich viele Betroffene, dass die Bearbeitung sich stark in die Länge zieht.

Wissenswertes rund um die Software TeamViewer

Die Fernwartungssoftware erschien erstmals im Jahr 2005. Der verantwortliche Entwickler und Anbieter ist die in Göppingen beheimatete TeamViewer GmbH. Inzwischen steht sie für zahlreiche Betriebssysteme von Windows über macOS und iOS bis hin zu Android, Blackberry sowie einigen Linux-Varianten zur Verfügung. Für die private Anwendung ist TeamViewer kostenlos, jedoch mehren sich dabei auch die Hinweise auf eine zeitliche Beschränkung der Sitzungen. Um die Software verwenden zu können, müssen die Computer und die zur Übertragung der Daten dienenden Netzwerke das Internetprotokoll in der Version 4 beherrschen. Leider ist die Fernwartungssoftware oft auch ein Hilfsmittel von Hackern geworden. Sie geben sich als Supportmitarbeiter beispielsweise von Microsoft aus und verlangen einen Zugriff mit der Begründung, Bugs und Sicherheitslücken aus dem Betriebssystem entfernen zu müssen. Dabei verwenden sie häufig ältere Versionen der Software, um den Nutzern der angegriffenen Rechner einen Bluescreen zeigen zu können. Deshalb sollte jeder Anwender von Windows wissen, dass Microsoft diese Art des Supports nicht praktiziert.

Quelle: TeamViewer