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Studie: Wie gehen Großstädter mit dem Geld um?

Euro-Banknoten

Gerade eben haben die Betreiber des Portals Finanzcheck die Resultate einer aktuellen Studie zum Umgang der Großstädter mit dem Geld veröffentlicht. Die Resultate sind sehr interessant.

Für die Studie zum Umgang der Großstädter mit Geld haben sich die Macher bei den Befragungen auf die fünf deutschen Metropolen Berlin, Hamburg, Köln, München und Stuttgart konzentriert. Die Probanden stammten aus allen Altersgruppen. Dabei ergab sich ein interessantes Phänomen. Der Umgang mit Geld weist teils deutliche regionale Unterschiede auf. Das legt nahe, dass die allgemeine Mentalität der Menschen sowie das West-Ost- und Süd-Nord-Gefälle beim Einkommen eine wichtige Rolle spielt.

Kredite sind für viele Haushalte unverzichtbar

In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben 26 Prozent der Probanden an, bereits einen Kredit aufgenommen zu haben. Bei den 30- bis 40-Jährigen ist es mit 53 Prozent schon mehr als die Hälfte. Der Anteil erhöht sich mit steigendem Alter. Noch interessanter ist die Frage, wofür die Kredite aufgenommen wurden. Bei den Probanden unter 30 Jahren benötigte ein Viertel die Bankfinanzierung für die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung. Autofinanzierungen machen 23 Prozent aller Kredite bei den jungen Menschen aus. Auf dem dritten Rang landen mit 17 Prozent Kredite zur Finanzierung eines Studiums oder anderen beruflichen Ausbildung. Bei den 30- bis 40-Jährigen rangieren mit einem Anteil von 36 Prozent Immobilienkredite ganz vorn. 31 Prozent aller Kredite dieser Altersgruppe entfallen auf Fahrzeugfinanzierungen. Bei den Befragten über 40 Jahre landen Autokredite mit 33 Prozent auf dem Spitzenplatz und bei den Probanden ab 55 Jahren machen sie sogar 39 Prozent aller Kredite aus.

Von wem lassen sich Großstädter in Geldfragen am liebsten beraten?

Männer sprechen über Geldfragen am ehesten mit Ihrer Partnerin oder dem Partner (56 Prozent). Frauen bevorzugen beim Austausch zu Fragen rund ums Geld lieber das Gespräch mit der gesamten Familie (54 Prozent). Freunde spielen als Ansprechpartner in Geldfragen ebenfalls eine wichtige Rolle (Frauen 29 Prozent, Männer 34 Prozent). Männer ziehen mit 12 Prozent Kollegen mehr als doppelt so häufig wie Frauen (5 Prozent) in Geldfragen zu Rate. Eine Tatsache ist allerdings erschreckend, denn 13 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer tauschen sich mit niemandem über Fragen rund ums Geld aus. Hier besteht ein erhebliches Risiko, beispielsweise untaugliche Geldanlagen für den Aufbau von Rücklagen für Notfälle und das Alter oder den Aufbau von Eigenkapital für den Immobilienkauf auszuwählen.

Welche Geldanlagen sind bei den Großstädtern besonders beliebt?

Auch dazu liefert die Studie des Vergleichsportals Finanzcheck detaillierte Daten. 42 Prozent der Befragten vertrauen auf die Sicherheit von Festgeldkonten und Sparbüchern, auch wenn sie dafür Nachteile bei den Renditen in Kauf nehmen müssen. Interessant ist die Tatsache, dass mit 26 Prozent mehr Befragte als Anlageform Aktien angeben, als Probanden als Geldanlage Bausparverträge nutzen (18 Prozent). Auch Fondsanlagen sind bei den befragten Einwohnern der fünf Großstädte beliebt. Diese Form der Geldanlage nutzen immerhin 22 Prozent. Immobilien bringen es als Vermögensanlage auf 16 Prozent. Bei den Kryptowährungen sind die deutschen Großstädter dagegen vorsichtig, denn nur 7 Prozent der Befragten wagen sich an diese Anlageform heran.

Quelle: FFG Finanzcheck Finanzportale GmbH