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Stromkosten sparen & Energiekosten im Homeoffice senken

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Spätestens während der Coronakrise haben viele Haushalte erkannt, wie wichtig günstige Stromtarife sind. Dazu haben verschiedene Faktoren beigetragen.

Zu Jahresbeginn 2021 flatterten unzähligen Haushalten deutlich höhere Stromrechnungen als in den Vorjahren ins Haus. Deshalb war die Zahl derjenigen besonders hoch, die auch trotz Schufa oder Bonitätsprüfung mit weniger gutem Resultat einen neuen Stromanbieter mit günstigen Preisen suchten. Immer mehr Stromkunden wechseln aus einem anderen Grund. Sie wünschen sich einen „grünen Strommix“, der die größtmögliche Rücksicht auf die Umwelt und das Klima nimmt. Auch hier gibt es teils sehr deutliche Preisunterschiede.

Warum haben und werden viele Haushalte hohe Stromrechnungen bekommen?

Die Coronakrise hat das Arbeitsleben in vielen Bereichen drastisch verändert. Bei einer Umfrage der IHK Berlin gaben 65,8 Prozent der Unternehmen an, während der Lockdowns Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt zu haben. Hinzu kommen die Kinder, die über lange Zeit hinweg daheim lernen mussten. Zahlreiche Eltern mussten aus Kostengründen dafür ältere Computer mit hohen Stromverbräuchen reaktivieren oder haben zu gebrauchten Notebooks gegriffen. Pro Notebook schlägt (je nach Ausstattung und Modell) eine Leistung zwischen 60 und 120 Watt zu Buche. Zusätzlich machte der Distanzunterricht jede Menge Ausdrucke erforderlich, die sich vor allem bei der Nutzung von Laserdruckern deutlich auf den Stromverbrauch auswirken. Diese Zusatzkosten lassen sich in vielen Fällen durch einen Stromvergleich und den Wechsel in einen günstigeren Tarif kompensieren.

Welche Maßnahmen reduzieren im Homeoffice den Stromverbrauch?

Allein bei den Beispielen Distanzunterricht und Homeoffice ergeben sich eine ganze Reihe von Vorgehensweisen, die zu Stromeinsparungen führen. Ein Notebook braucht im Stand-by-Modus bis zu 15 Watt. Es lohnt sich also, das Notebook auch bei einer kurzen Pause in diesen Modus zu schalten. Bei einer längeren Pause sollten die Arbeiten gespeichert und die Computer komplett heruntergefahren werden.
Moderne Laserdrucker (DIN A4) brauchen bei Betrieb bis zu 450 Watt. Bei älteren Modellen und DIN A3-Laserdruckern kann sogar ein Stromverbrauch von bis zu 800 Watt zu Buche schlagen. Hier spielen vor allem die Aufwärmzeiten eine wichtige Rolle. Wer Strom sparen möchte, gibt nicht jede Seite einzeln zum Ausdrucken in Auftrag, sondern sammelt seine Druckaufträge. Dadurch reduziert sich die Zahl der notwendigen Aufwärmvorgänge, die bei älteren Modellen bis zu 30 Sekunden betragen können.

Stromverbrauch bei Speichermedien lässt sich ebenfalls optimieren

Weiteres Sparpotential ergibt sich bei den Speichermedien. Eine externe SATA-Festplatte mit 3,5 Zoll benötigt bei Volllast bis zu 11 Watt. Der Umstieg auf einen leistungsstarken USB-Sick als wechselbares Speichermedium reduziert den Stromverbrauch auf etwa 0,5 Watt. Er bietet darüber hinaus zusätzliche Vorteile durch seine geringe Größe und eine längere Lebensdauer durch den (mit Ausnahme der Schutzkappe) Verzicht auf mechanische Bauteile. Der Einwand der höheren Speicherkapazität der externen Festplatten zieht nicht mehr, denn inzwischen gibt es auch USB-Speichersticks mit bis zu 2 Terabyte Kapazität, die deutlich weniger kosten als eine vergleichbare Festplatte.

Fazit: Die genannten Beispiele bewirken als Einzelmaßnahme nur eine geringe Reduzierung des Stromverbrauchs. Als Gesamtpaket können sie die Stromkosten übers Jahr hinweg spürbar senken. Das gilt vor allem dann, wenn sie mit anderen Maßnahmen kombiniert werden. In jedem Haushalt finden sich zahlreiche Geräte, die sich nicht mehr per Schalter komplett ausschalten lassen, sondern lediglich in den Stand-by-Modus gehen. Deshalb werden Investitionen in ausschaltbare Steckdosenleisten immer interessanter. Allerdings gibt es dabei ein Manko, denn manche Geräte „vergessen“ die von den Nutzern vorgenommenen Einstellungen, wenn sie vom Netz getrennt werden. Darauf sollten Käufer im Interesse niedriger Stromkosten bereits bei der Auswahl neuer Elektrogeräte achten.

Quelle: IHK Berlin, Datenblätter Notebooks, Drucker und Speichermedien