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Kaufpreise Eigentumswohnungen steigen weiter

Statistic Graphs

Der Immobilienmarkt in Deutschland ist vor allem bei den Eigentumswohnungen hart umkämpft. Das zeigen aktuelle Zahlen, die aus einer Studie der Postbank stammen.

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen allgemein aufgrund des noch immer vorhandenen Nachfrageüberhangs kontinuierlich. Doch bei einer Kennzahl gibt es ein besonders rasantes Wachstum. Dabei handelt es sich um die Anzahl der Jahreskaltmieten, die statistisch im Kaufpreis enthalten sind. Dort wird in einzelnen Regionen in Deutschland bereits ein Multiplikator von 75 erreicht. Die Postbank benennt in ihrem Statement rund um den Wohnatlas 2021 als Beispiel den Landkreis Nordfriesland. Den niedrigsten Multiplikator hatte im vergangenen Jahr der Landkreis Mansfeld-Südharz (12).

Wie ist das Verhältnis Jahreskaltmiete zu Kaufpreis in Berlin?

Spitzenreiter ist die Bundeshauptstadt Berlin mit einem Multiplikator von 39,7. Im Jahr 2017 betrugen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen dort durchschnittlich noch das 30,8-Fache der Jahreskaltmiete. Damit weist Berlin auch das umfangreichste Wachstum bei diesem Faktor zur Bewertung der Lukrativität eines Immobilienkaufs auf. Dabei gab es den größten Sprung von 2019 auf 2020. Die Immobilienexperten der Postbank führen das zu einem erheblichen Teil auf den Berliner Mietendeckel zurück, der vor wenigen Wochen vom Bundesverfassungsgericht für rechtswidrig erklärt wurde und deshalb außer Kraft gesetzt werden musste. Das macht auch rückwirkende Mieterhöhungen möglich. Interessenten sollten sich deshalb nicht abschrecken lassen, wenn der Multiplikator im Laufe des Jahres 2021 leicht fällt. Eigentumswohnungen in Berlin bleiben trotzdem eine lohnenswerte Investition.

Wie sehen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in anderen Metropolen aus?

Auf dem zweiten Rang landet die bayerische Landeshauptstadt München mit einem Multiplikator von 38,5 (2017 noch 34,2). Hamburg rangiert mit dem 38,4-Fachen der Jahreskaltmiete als Kaufpreis für Eigentumswohnungen auf dem dritten Rang. Dort lag der Multiplikator im Jahr 2017 noch bei 31,6. Danach positioniert sich Frankfurt am Main mit aktuell 35 (2017 noch 29,3). Die weiteren Ränge belegen Düsseldorf (2020 = 33,4 und 2017 = 28,4) und Köln (2020 = 29,5 und 2017 = 25,7). Vergleichsweise günstig sind Eigentumswohnungen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Dort müssen Käufer durchschnittlich das 28,7-Fache der Jahreskaltmiete als Kaufpreis für Eigentumswohnungen einplanen. 2017 lag der Multiplikator in Stuttgart noch bei 26,4. Der Durchschnitt bei allen sieben Top-Metropolen in Deutschland ist von 29,5 im Jahr 2017 auf 34,7 im Jahr 2020 gestiegen.

In welchen Großstädten ist der Multiplikator noch nicht so hoch?

Wer eine Eigentumswohnung kaufen und auf die Vorteile des Lebens in einer Großstadt nicht verzichten möchte, hat zumindest in einigen Regionen noch die Chance auf ein günstiges Verhältnis aus Jahreskaltmiete und Kaufpreis. Die Postbank benennt im Statement zum Wohnatlas 2021 als Beispiele Salzgitter und Gelsenkirchen. Dort liegt der Multiplikator noch knapp unter 20. Nur wenig darüber liegen beispielsweise Bochum, Bremerhaven, Chemnitz, Duisburg und Wuppertal. Diese Städte sind sowohl für Selbstnutzer als auch Investoren interessant.

Quelle: Postbank