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Stiftung Warentest stellt Winterreifen auf den Prüfstand

Die alte Faustregel besagt, dass Winterreifen von O (Oktober) bis O (Ostern) gefahren werden sollen. Deshalb steht der nächste Reifenwechsel kurz vor der Tür. Damit sich Autofahrer, die ohnehin neue Winterreifen kaufen müssen, für die richtigen entscheiden, hat die Stiftung Warentest zusammen mit dem ADAC insgesamt 35 Winterreifen getestet. Erschreckend: Nur jedes siebte Testmodell konnte wirklich überzeugen.

Stiftung Warentest vergibt fünf Mal das Testurteil „Gut“

Bei nur fünf der getesteten Reifen hat es für das Testurteil „Gut“ gereicht. Modelle zum Preis von 33 bis 85 Euro pro Reifen kamen dabei auf den Prüfstand, 16 der 35 getesteten Winterreifen hatten die Größe 165/70 R14 T und die restlichen 19 die Größe 205/55 R16 H. Vier geprüfte Winterreifen schnitten sogar mit einem „mangelhaften“ Gesamtergebnis ab, ein Winterreifen erhielt die Note „ausreichend“ und die überwiegende Mehrzahl bekam ein „befriedigendes“ Ergebnis bescheinigt.

Qualitätsunterschiede zeigten sich besonders deutlich bei Bremsvorgängen auf nassen Fahrbahnen. Im Test lagen 13 Meter Bremswegdifferenz zwischen dem besten und schlechtesten Reifen für Kleinwagen. Das sind drei Wagenlängen eines klassischen VW Polo. Ebenso ergaben sich große Unterschiede beim Fahren von Kurven. Mit einem „guten“ Reifen waren auch höhere Geschwindigkeiten möglich, mit den „mangelhaften“ Reifen rutschten die Tester sofort aus der Spur heraus.

Neben der Sicherheit der Reifen bewertete die Stiftung Warentest auch den Kraftstoffverbrauch. Hier zeigten sich ebenfalls große Unterschiede, fast sechs Prozent Differenz lagen zwischen Testsieger und –verlierer. Das entspricht bei 50.000 gefahrenen Kilometern fast 150 Liter Sprit. Alleine die Ersparnis würde schon ausreichen, um einen Satz „guter“ Winterreifen zumindest zur Hälfte zu finanzieren.

Diese Testsieger hat Stiftung Warentest gekürt

Im Test schnitten drei Winterreifen für Kleinwagen (165/70 R14 T) „gut“ ab. Das waren der Goodyear UltraGrip 9, der Michelin A4 und der Dunlop Winter Response 2. Die Testsieger kosten zwischen 168 und 332 Euro pro Satz Reifen. In der Größe 205/55 R16 H konnten nur zwei Reifen überzeugen – der Continental WinterCont. TS 850 und der Yokohama W.drive V905.

Wie der ADAC mitteilte, seien aber auch die „befriedigenden“ Reifen mitunter völlig ausreichend. Dafür müsste man allerdings seine Fahrgewohnheiten kennen. Wer generell verschneite Straßen meidet oder in einer schneearmen Region lebt, der kann auch auf diese Reifen setzen und somit doch einige Euro einsparen.

Quelle: News.de