Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Den Deutschen sagt man Sparsamkeit, bisweilen sogar Geiz als typische Eigenschaft nach. Wie weit diese Sparsamkeit tatsächlich geht, dieser Frage ging jetzt eine Umfrage des Marktplatzes RetailMeNot nach. Die Ergebnisse sind verblüffend. Mehr als 90 Prozent der 1.100 befragten Verbraucher versuchen, bei Heiz-, Strom- und Wasserkosten zu sparen. Dabei gaben mehr als zwei Drittel von ihnen an, dass nicht der Umweltgedanke dabei im Vordergrund stünde, sondern die Entlastung des eigenen Geldbeutels.

Einfallsreiche Sparmaßnahmen

Dabei zeigte sich, dass die Deutschen beim Sparen sehr einfallsreich sind. Die klassischen Sparmaßnahmen sind natürlich ebenfalls weit verbreitet. 90 Prozent der Befragten versuchen, alle Lebensmittel aufzubrauchen und nichts wegzuwerfen. 81 Prozent gaben an, die Einkaufstüten als Mülltüten wieder zu verwenden. Frauen machen dies mit 86 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 76 Prozent. Reparaturen im Haushalt werden oft selbst durchgeführt, statt einen Handwerker zu beauftragen und auch Kosmetik- und Hygieneartikel werden bis zum letzten Tropfen aufgebraucht, selbst wenn dafür die Verpackungen umständlich aufgeschnitten werden müssen.

Mehr als zwei Drittel der Männer (70 Prozent) gaben an, laufende Verträge regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob es günstigere Varianten gibt. Bei den Frauen gaben dies nur 57 Prozent an. Sparen lässt sich auch bei der Kleidung. So verwenden 58 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer alte T-Shirts und Co. als Putzlappen weiter. Auch die Selbstversorgung, etwa durch das Herstellen eigener Marmelade oder Brotaufstriche, gewinnt an Bedeutung. Jeder zweite Deutsche nutzt diese Sparmaßnahme.

Oftmals wird auch weniger Waschmittel genutzt, als empfohlen oder man trinkt Leitungswasser, statt Mineralwasser zu kaufen. Bei Zeitungen nutzt man günstige Probeabos und kündigt diese wieder und gut jeder dritte Deutsche wechselt regelmäßig seinen Strom-, Gas- und Telefonanbieter, um die Neukundenrabatte zu nutzen.

So senken die Deutschen den Wasser- und Stromverbrauch

Die beliebteste Methode, um den heimischen Wasserverbrauch zu senken, ist es, zu duschen statt zu baden. Außerdem lässt der größte Teil der Deutschen das Wasser beim Einseifen, beim Händewaschen und Zähneputzen nicht weiter laufen. Die Spartaste bei der WC-Spülung, der Einsatz des Geschirrspülers und von Sparduschköpfen und –wasserhähnen sind ebenfalls beliebte Sparmaßnahmen. Seltener kommen auch ausgefallene Sparmaßnahmen zum Einsatz. Jeweils neun Prozent der Deutschen lecken vor dem Spülen ihre Teller ab, um Wasser zu sparen, nutzen das Wasser aus der Waschmaschine für die Toilettenspülung oder legen einen Ziegelstein in den WC-Spülkasten, um mit weniger Wasser zu spülen.

Beim Strom gaben 95 Prozent der Befragten an, dass sie nicht genutzte elektronische Geräte zeitnah ausschalten, 94 Prozent schalten das Licht aus, sobald sie ein Zimmer verlassen. 93 Prozent sagten, dass sie beim Neukauf von Haushaltsgeräten auf einen geringen Energieverbrauch achten und 92 Prozent nutzen Energiesparlampen. Energiesparende Waschprogramme, das Waschen und Abwaschen erst bei voll beladenen Geräten und die Nutzung von Kippschaltern, um den Standby-Betrieb zu unterbrechen sind weitere beliebte Maßnahmen zum Strom sparen. 28 Prozent der Befragten gaben sogar an, das Handy an der Arbeit aufzuladen, jeder Dritte setzt abends auf Kerzen statt auf elektrisches Licht.

Um die Heizkosten zu senken, schließen 96 Prozent die Fenster, wenn sie die Heizung einschalten, 90 Prozent setzen das empfohlene Stoßlüften um und 87 Prozent geben an, so spät wie möglich mit dem Heizen anzufangen und so früh wie möglich wieder aufzuhören. Drei Viertel der Befragten tragen zu Hause warme Kleidung und dicke Socken, um weniger heizen zu müssen, jeder Zweite setzt auf Thermostate und Zeitschaltuhren, um die Heizkosten zu senken. An Fenstern und Türen nutzen 46 Prozent Zugluftstopper und jeder Fünfte versucht, gar nicht zu heizen. Zwölf Prozent gaben sogar an, Thermovorhänge zu nutzen.

Quelle: RetailMeNot