Senf – Grundnahrungsmittel, das oft verfälscht wird

Senf
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Worauf kommt es bei einem guten Senf an? Ganz klar auf die Senfsaat und die richtigen Zutaten. Längst gehört das würzige Lebensmittel zu den Grundnahrungsmitteln. Im Schnitt verzehrt jeder Deutsche vier Gläser Senf pro Jahr. Und die Zutaten sind simpel. Ein guter Senf besteht aus nicht mehr als

  • Senfsaat (gemahlen),
  • Essig,
  • Wasser und
  • Gewürzen.

Doch viele Senfsorten, die im Supermarkt erhältlich sind, haben mit diesem einfachen Rezept nicht mehr viel zu tun und werden mit zahlreichen Zusatzstoffen, Konservierungsmitteln und Aromen versetzt.

Aromen sollen den Senf-Geschmack verbessern

Grundsätzlich ist der Geschmack von Senf abhängig von der verwendeten Senfsaat. Als Faustregel gilt: Je dunkler die Samen sind, desto schärfer ist deren Geschmack. Weiße Senfsamen sind im Geschmack also sehr mild, wohingegen schwarze Senfsamen einen feurigen Geschmack aufweisen. Das reicht vielen Herstellern aber noch längst nicht aus, sie verstärken den Geschmack mit Aromen, was ein guter Senf überhaupt nicht nötig hat. Dennoch sind nicht alle Senfsorten, die mit Aromen versehen sind, per se als schlecht zu beurteilen. Bei einer schlechten Senfsaat sind nämlich nicht genügend Duftstoffe vorhanden und dieses Defizit kann ebenfalls mit Aromen ausgeglichen werden.

Senf braucht keine Konservierungsstoffe

Worauf Sie aber achten sollten, sind die Konservierungsstoffe. Die braucht ein guter Senf nämlich nicht, da er sich selbst konserviert. Die enthaltenen Senföle sind antibakteriell und der Essig, der im Senf verarbeitet wird, sorgt dafür, dass er einen niedrigen pH-Wert aufweist. So ist Senf selbst ohne jeglichen Zusatz von Konservierungsstoffen mindestens ein Jahr haltbar.

Trotzdem verwenden manche Hersteller Konservierungsstoffe im Senf. Sogar das umstrittene Kaliummetabisulfit wird eingesetzt. Die Schwefelverbindung hat es aber in sich. Gerade empfindliche Personen reagieren auf diesen Konservierungsstoff oft mit Übelkeit und Kopfschmerzen. Sogar Asthmaanfälle können dadurch ausgelöst werden.

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