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Sachsen-Anhalt ist einziges Bundesland ohne Coronavirus

Ampullen mit Blutproben

Inzwischen hat das Coronavirus mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt alle deutschen Bundesländer erreicht. Das belegen die Zahlen des Robert-Koch-Instituts.

Im Bericht vom 6. März 2020 (7:00 Uhr) weist das Robert-Koch-Institut 534 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland aus. Damit kamen binnen eines Tages 134 neue Fälle hinzu. Die Verteilung auf die einzelnen Bundesländer ist sehr unterschiedlich. Die meisten mit SARS-Covid-19 infizierten Menschen gibt es mit 281 Fällen in Nordrhein-Westfalen. 91 Fälle wurden aus Baden-Württemberg und 79 Fälle aus Bayern gemeldet. Brandenburg, das Saarland, Sachsen und Thüringen melden jeweils einen Fall. In den restlichen Bundesländern bewegt sich die Zahl der Infizierten zwischen 7 und 18 Fällen.

Wie entwickelt sich die Lage beim Coronavirus weltweit?

Gute Nachrichten gibt es aus China. Dort geht die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter drastisch zurück. Vom 4. Zum 5. März 2020 kamen lediglich 143 neue Fälle hinzu. Insgesamt haben sich damit in China während der Coronavirus-Krise 80.565 Menschen angesteckt. Die Zahl der Länder, in denen es Fälle von SARS-Covid-19 gibt, steigt weiter an. Vom 4. Zum 5. März 2020 kamen nach dem Situation Report fünf neue Länder hinzu. Dazu gehören Palästina, Slowenien, Ungarn, Gibraltar und Bosnien. Außerhalb von China gibt es drei regionale Hotspots. Dabei handelt es sich um Südkorea, Italien und den Iran. Mittlerweile sinkt auch die Zahl der Länder, in denen es ausschließlich eingeschleppte Fälle gibt. Gleichzeitig steigt der Anteil der Länder, in denen lokale Übertragungen des Erregers stattgefunden haben.

Welche Auswirkungen hat die Coronavirus-Pandemie?

Bereits zum Ende der letzten Februarwoche war es in Deutschland zu ersten Hamsterkäufen gekommen. Der Lebensmittelhandel meldete stellenweise einen um 60 Prozent über dem Durchschnitt liegenden Umsatz. Vielerorts waren die Geschäfte auf diesen Ansturm nicht eingestellt, sodass es zu Lücken im Sortiment kam. In der ersten Märzwoche sieht das Bild bei den großen Discountketten anders aus. Unser Test in verschiedenen Märkten im Umfeld unserer Redaktion zeigte übervolle Regale. Lebensmittelangpässe sind also derzeit nicht zu befürchten. Anders ist es bei der Suche nach Waren im Internet, die von chinesischen Herstellern kommen. Hier finden sich bei einem Großteil der Angebote Hinweise auf verlängerte Lieferzeiten. Betroffen sind vor allem Kleidung und Spielzeug.

Reisende müssen sich auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Einige Länder haben Einreisestopps und die Zwangsstornierung der Buchungen von Touristen auch aus Deutschland angeordnet. Hinzu kommen die Maßnahmen der Fluggesellschaften. Schon jetzt steht fest, dass allein bis Ende März 2020 mehrere Hundert Mittel- und Langstreckenflüge von deutschen Flughäfen aus ausfallen. Nur ein Teil der Ausfälle geht auf unmittelbare Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung mit dem Coronavirus zurück. Ein erheblicher Teil der Flüge ist durch massenhafte Ticketstornierungen für die Airlines nicht lohnenswert. Inzwischen hat das Auswärtige Amt eine grundsätzliche Reisewarnung für Kreuzfahrten herausgegeben.

Coronavirus bedroht auch das Filmfestival Cannes 2020

Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes sollen am 12. Mai starten und am 23. Mai 2020 enden. Dabei gibt es allerdings ein Problem. Die französische Regierung hat das Verbot für Großveranstaltungen bis Ende Mai 2020 verlängert. Dabei wurde auch auf das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus beim Filmfestival Cannes hingewiesen. Doch die Veranstalter gaben in einem Statement an, auf die Durchführung nicht verzichten zu wollen. Derzeit gilt das Veranstaltungsverbot in Frankreich für Events, bei denen mehr als 5.000 Menschen auf engstem Raum zusammenkommen. Diese Grenze wird bei den Events im Rahmen des Filmfestivals Cannes in den einzelnen Locations nicht überschritten.

Quelle: WHO, Robert-Koch-Institut