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Winter 2019/20 so warm wie noch nie

Winterlandschaft

In Europa ist der Winter 2019/2020 der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Es gab kaum Schnee und Frost und insgesamt wurden alle bisherigen Wärmrekorde deutlich übertroffen. Das ist laut Forschern aber nicht alleine auf den Klimawandel zurückzuführen.

Wie der europäische Klimawandeldienst Copernicus, auch bekannt als Copernicus Climate Change Service (C3S), mitteilte, sei der aktuelle Winter in Europa der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Die Temperaturen zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 lagen im Schnitt 3,4 Grad Celsius über der durchschnittlich gemessenen Temperatur zwischen 1981 und 2010, hieß es in der Mitteilung in London weiter. Selbst der bisher wärmste Winter 2015/16 war noch kälter, als der Winter 2019/20. Die aktuellen Temperaturen lagen nochmals 1,4 Grad Celsius über den damaligen Werten.

Globale Erwärmung nicht allein verantwortlich

Vor allem im Norden und Osten Europas waren die Temperaturen deutlich höher als üblich. Auch in Zentralasien und Sibirien war der letzte Winter zu warm. Wie Carlo Buontempo, der C3S-Direktor, mitteilte, sei das aber nicht alleine auf die globale Erderwärmung zurückzuführen.

Er erklärte, dass die jahreszeitlichen Temperaturen, vor allen Dingen außerhalb der Tropen, von Jahr zu Jahr sehr großen Schwankungen unterworfen seien. Trotzdem ging er von einem Verstärkungseffekt aus.

Ist der Winter schon vorbei?

Allerdings ist der Winter noch nicht ganz vorbei. Die Meteorologen beenden den Winter mit dem Ende des Monats Februar. Kalendarisch dauert dieser aber noch bis zum 20. März an. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass die letzten Tage bis zur Tag- und Nachtgleiche noch einen Wintereinbruch mit sich bringen werden.

Monatlich erstellt der Klimawandeldienst der EU Berichte über Lufttemperaturen, den Wasserkreislauf und das Meereis. Dabei greift man auf Daten zurück, die von Satelliten, Schiffen, Wetterstationen und Flugzeugen rund um den Globus geliefert werden.

Quelle: dpa