Ramstein: Gedenkfeier für die Opfer des Flugtagunglücks von 1988

strong>Das Flugtagunglück von Ramstein liegt am 28. August 2018 genau 30 Jahre zurück. Zum Jahrestag gibt es in der katholischen Kirche „St. Nikolaus“ eine Gedenkfeier mit integriertem Gedenkgottesdienst.

Im August 1988 forderte der Absturz dreier Maschinen beim Flugtag in Ramstein insgesamt rund 70 Todesopfer und mehr als tausend Verletzte. Das Unglück passierte, als bei der Kunstflugfigur „Durchstoßenes Herz“ drei Maschinen miteinander kollidierten. Eines der abgestürzten Flugzeuge krachte mitten in die rund 350.000 Zuschauer.

Das damalige Unglück von Ramstein hatte erhebliche Konsequenzen

Noch am Tag des Flugtagunglücks in Ramstein wurden Kunstflugshows in Deutschland vollständig verboten. Sie waren erst ab dem Jahr 1991 wieder erlaubt. Allerdings gibt es seither deutlich strengere Regeln für die Veranstalter und die Piloten. So wurde ein Mindestabstand zu den Zuschauerbereichen eingeführt. Direkte Überflüge der Zuschauerbereiche sind nicht mehr erlaubt. Auch dürfen keine Manöver mehr ausgeführt werden, bei denen sich die Flugzeuge in Richtung der Zuschauer bewegen.

Änderungen wurden außerdem bei der medizinischen Versorgung vorgenommen. Deutschland schaffte die Verwendung der alten Infusionskanülen ab und stattete die Rettungsdienste mit Kanülen mit Luer-Konus aus. Ein Problem bei der Versorgung der Ramstein-Opfer war die fehlende Kompatibilität der Infusionstechnik der deutschen Ärzte und der amerikanischen Ärzte der Air Base Ramstein gewesen. Die Katastrophe von Ramstein gab zusätzlich den Anstoß für die Entwicklung und Etablierung der Notfallseelsorge sowie der Einsatznachsorge für die Rettungskräfte, die heute bei Großereignissen zur Normalität gehört.

Wissenswertes über die Air Base Ramstein

Seit 1951 ist die Air Base Ramstein einer der wichtigsten Standorte des US-Militärs in ganz Europa. Auf der Air Base sind mehr als 8.000 Soldaten stationiert. Die Air Base verfügt über zwei Start- und Landebahnen mit 3.200 und 2.828 Metern Länge. Sie wird vor allem als Anlaufpunkt bei der Rückführung verletzter Soldaten genutzt, denn ganz in der Nähe befindet sich das größte Lazarett, welches die US-Luftstreitkräfte außerhalb der USA betreiben Landstuhl Regional Medical Center). Die Air Base Ramstein nimmt einen hohen Stellenwert als Führungsquartier der NATO ein. Ab dem Jahr 2022 sollen hier auch die Soldaten und Flugzeuge hierher verlegt werden, die aktuell noch im britischen Mildenhall stationiert sind.

Quelle: ramstein-miesenbach.de, ramstein.af.mil