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Ölpreise erreichen Drei-Jahres-Hoch

black modern car refueling with benzine on gas station

Weltweit haben sich die Märkte nach dem Corona-Einbruch wieder erholt. Diese Tatsache in Verbindung mit massenhaften Produktionsausfällen treiben die Ölpreise in die Höhe. So kletterte die Nordseesorte Brent erstmals seit drei Jahren über 80 US-Dollar. Kein Wunder, dass viele Pendler Sorge haben, dass das Tanken künftig noch teurer wird.

Insgesamt um 0,7 Prozent legte die Nordseesorte Brent zu und kletterte auf über 80 US-Dollar pro Barrel. Ein Barrel entspricht dabei etwa 159 Litern. Das ist der höchste Preis für Brent, der seit drei Jahren erzielt wurde. Auch das US-Rohöl der Sorte WTI kletterte zuletzt auf mehr als 76 US-Dollar pro Barrel.

Wie kommt es zu den massiven Preissteigerungen?

Die massiven Preissteigerungen lassen sich auf mehrere Ursachen zurückführen. Einerseits steigt aktuell die Nachfrage am Ölmarkt, da sich die Wirtschaft in vielen Ländern wieder vom Corona-Einbruch erhöht. Damit einher geht auch ein höherer Bedarf an Benzin, Erdöl und Diesel.

Weiterhin ist das Angebot aktuell eher knapp bemessen. Vor allem in den USA ist es zuletzt zu wetterbedingten Förderausfällen gekommen. Im Golf von Mexiko belaufen sich die Ausfälle auch mehrere Wochen nach dem schweren Hurrikan Ida noch auf rund 300.000 Barrel pro Tag, wissen Analysten der Commerzbank.

Seit Monaten produziert der Ölverbund Opec+ zudem weniger Öl als vereinbart. Dabei haben die Förderländer ihre offiziellen Förderquoten schon seit einigen Monaten wieder schrittweise ausgeweitet. Hinzu kommen schlussendlich noch Befürchtungen, dass die aktuelle Preisrallye auf dem Gasmarkt auch auf den Ölmarkt übergreifen könnte.

Tanken wird wieder teurer

Durch den steigenden Ölpreis ist auch der Besuch an der Zapfsäule in Deutschland wieder teurer geworden. So kostete ein Liter Super E10 am Sonntag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,582 Euro, wie der ADAC bekannt gab. Im Vergleich zur Vorwoche entspricht das einem Plus von 0,5 Cent. Diesel verteuerte sich binnen Wochenfrist sogar um 1,9 Cent. Am Sonntag kostete der Liter Diesel im Durchschnitt 1,441 Euro. Schon in der Vorwoche hatten die Spritpreise zudem Höchststände erreicht, wie seit mehreren Jahren nicht mehr.

Die jüngsten Anstiege des Ölpreises sind in den Spritpreisen bereits berücksichtigt, wie der Verkehrsclub mitteilte. Wie es künftig an den Zapfsäulen weitergeht, entscheidet die weitere Entwicklung am Ölmarkt.

Quelle: dpa